Mittheilungen des k.k. Kriegs-Archivs (1884)
Major Wiener des Generstabs-Corps: Das Corps des FML. Friedrich Freiherrn von Hotze in Feldzuge 1799
*) Gleichzeitig mit (1er Meldung über das Eintreffen der darmstädtisclien Bataillone hei Weiler benachrichtigte General Lindau den FML. Hotze, dass er „durch einen Courier von seinem Herrn, dem Landgrafen, den Befehl erhalten habe, wegen der gegenwärtigen gefahrvollen Lage seiner Lande, die abermals von den Franzosen überschwemmt zu werden bedroht sind, den zwischen dem allerdurchlauchtigsten kaiserlichen Hof und ihm (dem Landgrafen) bestehenden Subsidien-Tractat aufzukündigen und den Erzherzog Carl (königliche Hoheit) um die Entlassung der diesseitigen Truppen zu bitten.“ Kriegs-Archiv 1799; Fase. III, 144. Erzherzog Carl disponirte die Darmstädter nach Ingolstadt, weil bei solchen Verhältnissen auf diese Truppe eintretenden Falles nicht zu rechnen sei. Als Ersatz rückte das 1. Bataillon des Peterwardeiner Regiments Nr. 9 in die Stellung von Weiler.-----<$>5>Ssá§S<3<3<í* Ge gend von Bludenz und im Montafon stehenden Bataillone de Vins und St. Georgen nach Feldkirch zu ziehen. In der Stellung von Weiler standen drei Bataillone Darmstädter *) unter dem General Lindau, welcher an FML. Hotze angewiesen war. Der Sieg des Erzherzogs Carl bei Ostrach am 21. März, welcher den Rückzug Jourdan’s bis an die Donau und Aach, nach Tuttlingen, Engen und Singen zur Folge hatte, veranlasste die bis gegen Tettnang vorgerückte französische Division Ferino zum schleunigsten Rückzuge. Derselbe wurde in solcher Eile gegen Singen und Schaffhausen bewirkt, dass selbst die nachfolgende österreichische Cavallerie den Gegner nicht mehr zu erreichen im Stande war. • (Schluss folgt.) *)