Mittheilungen des k.k. Kriegs-Archivs (1883)
Kaiser Josef II. als Staatsmann und Feldherr - J. Nosinich, Oberst im k. k. Kriegs-Archive: Österreichs Politik und Kriege in den Jahren 1763 bis 1790; zugleich Vorgeschichte zu den Kriegen Österreiches gegen die französische Revolution
74 Kaiser Josef II. als Staatsmann und Feldherr etc. Division FML. Graf Almásy zu Teschen, mit der Brigade Generalmajor Graf Mittrowsky 54/6 Bataillone bei Bielitz, Skotschau, Teschen, Fried ek, der Brigade Generalmajor Freiherr v. Zeschwitz 11 Esca- dronen bei Biala und Teschen, der detachirten Brigade Oberst Graf Latour 2 Bataillone 1 Escadron bei Wieliczka und Zator; zusammen die Division 74/6 Bataillone, 11 Escadronen. Division FML. Prinz von Sachsen-Coburg zu Brünn, mit der Brigade Generalmajor Freiherr von Haag 2 Bataillone, 18 Escadronen bei Olmütz, Brünn, Auspitz, Göding, der Brigade Generalmajor Freiherr v. Wimpffen 12 Escadronen bei Gaya, Bisenz, Ostrau, Wessely; zusammen die Division 2 Bataillone, 30 Escadronen. Die Stärke der Haupttruppe belief sich hiernach auf 334/e Bataillone, 60 Escadronen und die Gesammtstärke der Armee in Mähren- Schlesien erreichte während des Monates Januar 1779 52 Bataillone, 90 Escadronen. Inzwischen war der Feind über die Anlage von Verschanzungen bei Mössnig und Taubnitz auf dem Pfaffenberge, über die Verstärkung der Posten bei Zuckmantel und Olbersdorf, sowie endlich über den Anmarsch von 10 Grenadier-Bataillonen unter FML. Graf Wallis aus Böhmen nach Schlesien so sehr beunruhigt, dass die beiden comman- direnden Generale, der Erbprinz von Braunschweig und v. Stutterheim, beschlossen, die Österreicher in den zuvor genannten Quartieren von Olbersdorf über Jägerndorf bis Troppau anzugreifen. Der Angriff auf Olbersdorf sollte in zwei Colonnen, und zwar durch G. d. I. Erbprinz von Braunschweig mit 8 Bataillonen, 10 Escadronen, 10 Geschützen über Dobersdorf, Pilgersdorf und Tropplowitz am linken, durch General Lieutenant von Stutterheim mit 1 0 Bataillonen, 10 Escadronen, 12 Geschützen über Komeise, Schönwiese und Tropplowitz am rechten Oppa-Ufer unternommen werden. Oberst Troschke hatte mit 4 Bataillonen und 7 Geschützen die Verschanzungen bei Mössnig, General-Lieutenant von Falkenhayn mit 6 Bataillonen, 10 Escadronen, 7 Geschützen die Stellung von Taubnitz und Lichten zu nehmen, indess Generalmajor von Lossow mit 3'/2 Bataillonen 15 Escadronen, 6 Geschützen von Troppau aus die Österreicher bei Freihermersdorf in Schach halten sollte. Am 11. Januar Morgens schritten die vereinigten Corps der beiden Generale in Gesammtstärke von 31'/, Bataillonen, 45 Escadronen, 42 Reserve- Geschützen zum Angriffe der österreichischen Stellungen, konnten aber trotz ihrer bedeutenden Überlegenheit keine wesentlichen Vortheile erringen. Mittlerweile hatte Friedrich II. auf die Nachricht, dass die Österreicher sich gegen Neisse zusammenziehen, ihre Posten bei Weidenau, Ziegenhals und Zuckmantel bedeutend verstärken und bei Altstadt in Mähren Truppen sammeln, um die Preussen aus Jägerndorf und Troppau zu vertreiben, dem in der Grafschaft Glatz cantonnirenden