Mittheilungen des k.k. Kriegs-Archivs (1882)

Originalbriefe König Friedrich's II. im Kriegs-Archive zu Wien (1759 bis 1760)

Originalbriefe König Friedrich’s II. im Kriegs-Archive zu Wien. 55 Nr. 52. (An den General Fouqué.) ce 10. (Avril 1759). (Autographe.) ') Je Vous envoye mon eher 16 cannons 8 pontons 4 bataillons et 4 Regiments de Cavalerie, tout cela Sera le 13 a Neisse et le 15 auplustard chéz Vous, j’ai donné ordre a Trescau de vous fournir 6 hobus et si Vous le vouléz quelque mortiers; je consois comme Vous toute Les Dificultez que Vous rencontrerai dans votre chemein Les hazards de L’exsecution, mais je suis forcé par les Conjonctures de me préter a bien des chosses qui dans d’autres terns me repugneroient beaucoup, il faut essayer L’affaire, si eile ne reusit qu’en partié ce sera toujours un avantage qui Les derangera, si cela reusit toutafa.it ce Sera admirable, je ne me flate de rien et j’atans tranquilement ce que le hazard desidera de L’entreprisse Sur que Vous ne negligerai rien et que ce ne sera pas votre faute Si cela ne reusit pas, grand et bulou vont avec ce Corps vous auréz sóin d’atirer a Vous le regi­ment de Bornstet et de Mossel; Je vous dirai que si vous etes beureux que je vous redemanderai Imediatement apres L’expedition finie la Caval. les 4 bat. de bulau et 6 Cannons, qu’alors je me propose de tenter ici La Merne entreprisse sur Nachhot et braunau, pour Delivrér toute les frontieres de Silesie de Corps si fort a portáé d’entreprendres, de Sorte que si tout cela reusit je pourrai me tournér avec mon Armée sans crainte Sóit contre les Russes, sóit Contre Leopoldus. ') (Eigenhändig.) Am 10. April 1759. Ich schicke Euch, Mein Lieber, 16 Ge­schütze, 8 Pontons, 4 Bataillone und 4 Cavallerie-Regimenter. Alles wird am 13. in Neisse und spätestens am 15. bei Euch sein. Ich habe Treskow den Befehl ertheilt, Euch 6 Haubitzen und, wenn Ihr solche wollt, einige Mörser zu geben. Ich begreife, wie Ihr, alle die Schwierigkeiten, welche Euch mit den Zufällen der Ausführung auf Eurem Wege begegnen werden, aber Ich bin durch die Umstände gezwungen, zu vielen Dingen zu greifen, weiche Mir in anderen Zeiten ungemein widerstrebt haben würden. Man muss die Unternehmung versuchen; wenn sie nur zum Theil gelingt, wird das immer ein Vortheil sein, der die Feinde zu stören geeignet ist; gelänge sie vollständig, so wäre es bewunderungswürdig. Überspannte Hoffnungen hege Ich nicht, sondern warte ruhig ab, was der Zufall über diesen Versuch verhängen wird, überzeugt, dass Ihr nichts versäumen werdet und dass Euch am Misslingen keine Schuld treffen kann. Le Grand und Bülow gehen mit dem Corps und die Regimenter Bornstedt und Mosell werdet Ihr an Euch ziehen. Ich muss Euch sagen, dass, wenn Ihr glücklich seid, Ich sofort nach beendeter Expedition die Cavallerie, die 4 Bataillone Bülow und 6 Geschütze von Euch zurück verlangen werde, Ich nehme Mir sodann vor, den gleichen Versuch gegen Nachod und Braunau auszuführen und will die ganze schlesische Grenze von Corps frei machen, welche zu Unternehmungen so bequem zur Hand stehen, um, wenn dies gelungen, Mich hierauf mit Meiner Armee ohne Besorgniss entweder gegen die Russen oder gegen Leopoldus (Daun) wenden zu können. Ihr begreift, dass Ich in die Nothwendigkeit versetzt bin, solche Wagnisse zu beginnen, ohne sie würde Ich unterliegen und vor Beendigung des halben Feldzuges zu Grunde gerichtet sein. Adieu, Mein lieber Freund, Ich wünsche Euch Alles Glück, umarme Euch und bin ganz der Eurige. Friedrich. Daun will Anfangs Mai aufbrechen. Es bleiben uns 20 Tage, wenn wir die­selben gut benützen, wird die ganze Grenze gesäubert sein.

Next

/
Oldalképek
Tartalom