Mittheilungen des k.k. Kriegs-Archivs (1882)
Originalbriefe König Friedrich's II. im Kriegs-Archive zu Wien (1759 bis 1760)
Nr. 47. Au Lieutenant Colonel d’O k Glatz. Pour Vous repondre h la lettre du 25® de ce mois que Vous M’avez fait, Je Yous dirai, que Je n’enverrai point ces Bataillons k Glatz que Vous Me demandez, puisque selon Mon idée, il vaut toujours mieux, que l’Armee soit en force en Campagne, que de l’affoiblir par beaueoup de Garnisons. Mais dans le cas que l’Ennemi voudroit attaquer votre Forteresse Yous pouvez compter que j’y serai k terns pour l’en rechasser. Ce que Je Vous ecris, afin que si 1’Ennemi fera des demonstrations pour Vous entreprendre, Vous M’en devez avertir k tems et de bonne heure. Et sur ce Je prie Dieu, qu’il Vous ait en sa sainte et digne garde. (signé) h Ronstock, ce 26® Mars 1759. Federic1). Nr. 48. An den General von der Infanterie von Fouqué. Mein lieber General von der Infanterie von Fouqué! Weil die grosse feindliche Armee allen meinen Nachrichten nach sich bei Trautenau stark zusammen ziehen und Miene machen soll, über Landshut und Friedland was auf Schlesien zu versuchen, so marchire Ich heute nach Bolkenbayn und lasse die Regimenter vorrücken, um a portáé zu seyn. Ich glaube indess, dass das Hauptdessein der Österreicher auf Glatz gehet; daher Ihr auf die Leuthe bey Zugmantel und Ziegenhals, so 10 Regimenter seyn sollen, ein wachsames Auge zu halten habet. Ich halte dafür, sie werden sich bey Warta setzen wollen, um die Belagerung von Glatz zu decken, und Mich davon abzuschneiden. Ich habe daher Lust und wird es vielleicht noch heute geschehen, einen General mit 5 Bataillons ohngefähr der Gegend zu schicken, um sich bei Warta zu setzen. Ich bin Euer wohl affectionirter König. (Autographe.) J’enverrai peutetre demain un Corps pour prendre Les hauteurs en dela de Warta pour etre le maitre d’y passer Si cela est nessesaire. Ronstock, den 1. April 1759. F. * *) 52 Originalbriefe König Friedrich’s II. im Kriegs-Archive zu Wien. ') An den Oberst-Lieutenant d’O in Glatz. In Beantwortung Eures Schreibens vom 25. d. Mts., mache ich Euch zu wissen, dass Ich die Bataillone, die Ihr von Mir verlangt, nicht schicken werde, weil nach Meiner Meinung es immer besser ist, dass die Armee stark im Felde sei, als durch viele Garnisonen geschwächt, Im Falle aber der Feind Eure Festung angreifen wollte, könnt Ihr darauf rechnen, dass Ich rechtzeitig dort sein werde, um ihn heimzujagen. Ich schreibe Euch dies, damit, wenn der Feind Demonstrationen unternimmt, um Euch auzugreifen, Ihr mich zeitgerecht davon verständigt. Im Übrigen bitte Ich Gott u. s. w. *) (Eigenhändig.) Ich werde vielleicht morgen durch ein Corps die Höhen jenseits von Wartha besetzen lassen, um Herr der dortigen Passagen zu sein, falls Ich dieselben beuöthigen sollte.