Mittheilungen des k.k. Kriegs-Archivs - Österreichs Kriege seit 1495 (1878)

Schlussbetrachtung und statistische Übersicht der Kämpfe Österreichs

197 Schlussbetraehtmig und statistische Übersicht der Kämpfe Österreichs. also in 22 dieser Kämpfe mehr den Vortheil errungen, und bei 1497 verschiedenen Unternehmungen waren sie 978 Mal entschieden Sieger. In den andern grösseren Gefechten und im Festungskriege standen sie nur in einem geringen Nachtheile zu ihrem Gegner. Zu den wichtigsten und folgenreichsten dieser Siege, unter welchen wir insbesondere diejenigen aus der Neuzeit zählen, deren strategischer Werth anerkannt ist, gehören: Pavia (1525), Altenheim, Saarbrück (1675), Luzzara, Fried­lingen (1702), Schollenberg, Höchstädt (1704), Turin (1706), Ou denar de (1708), JVIalplaquet (1709), Saragossa (1710), Dettingen (1743), Pia­cenza (1746), Aldenhoven, Neerwinden (1793), lo Cateau und Catillon. Tournay_j(.1794), Handschuhsheim, Mainz (1795), Wetzlar, Amberg, Würzburg (1796), Kehl (1797), Ostrach, Stockach, Zürich (erste Schlacht), Magnan, Cassano, An der Trebbia, Mantua, Novi, Genola, Ancona, Cuneo (1799), Genua (1800), Jungingen und Haslach, Caldiero (1805), Fontana Fredda und Sacile, Aspern (1809), Kulm, Leipzig, Hanau, Hochheim (1813), Bar-sur-Aube, Brienno, Macon, Lyon, Arcis-sur-Aube, Fére-Champenoise, Paris (1814) und Hiinin-j gen (1815). Italien. — Nach der Anzahl der Feldzugsjahre, wenn auch weniger nach der Wichtigkeit und Zahl der Schlachten etc., kömmt zunächst Italien in Betracht. Mit diesem Gegner hatte Österreich seit dem Jahre 1508 in 26 Feldzugsjahren 22 Schlachten und Treffen und 741 sonst.igo kriege­rische Unternehmungen zu bestehen. In 16 dieser Schlachten waren die Österreicher Sieger. Die nennenswerthesten dieser Schlachten sind die von Tolentino (1815), Sommacampagna (1848), Novara, Mortara (1849) und Custoza (1866). Preussen. — In der verhältnissmässig geringen Zahl von Kriegen mit Preussen, auf welche seit 1740 nur 17 Feldzugsjahre entfallen, wurden gleichwohl nicht wenigor als 15 Schlachten, 12 Treffen, 37 Belagerungskriege und 610 Gefechte und sonstige Unternehmungen durchgeführt. Als siegreiche Schlachten und Treffen zählen wir auf Seite der Österreicher 9, auf Seite der Preussen 18. Auch in den anderen Gefechten war der Vortheil auf Seite dieser Letzteren. Von den kleineren Unternehmungen entschieden sich zum Vortheil der Österreicher 148, zum Vortheile der Preussen 114. Es waren also Erstere in 34 dieser Kämpfe glücklicher, und folglich im kleinen. Kriege, wo das Genie des Königs nicht in die Wagschale fiel, be­deutend überlegen. Bekanntermassen übertreffen die Schlachten des siebenjährigen Krieges (1756—1763) in Anbetracht der geringen Stärke der damals kämpfenden Armeen und der Kürze der Zeit, in welcher sie oft ent­schieden wurden, an Furchtbarkeit die blutigsten Schlachten der

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