Dr. Éva Murai szerk.: Miscellanea Zoologica Hungarica 3. 1985 (Budapest, 1985)
Mahunka, S.: Dr. Gyula Iharos – zum 75. Geburtstag
Dr. Gyula IHAROS — zum 75. Geburtstag Von Dr. S. MAHUNKA (Angekommen am 14. Februar 1985) In diesem Jahr feiern wir den 75. Geburtstag eines der grossen Alten der ungarischen Zoologie, des bedeutsamen Vertreters der "DUDICH-Schule", des berühmten Tardigradologen, Dr. Gyula IHAROS. Sein Leben, sein ungebrochener Fleiss sollte der jungen Zoologengeneration als Vorbild dienen. Nach dem Abitur trat er in den Prämonstratenserorden ein. Als Ordensmann studierte er seit 1932 Naturgeschichte und Geographie an der Universität in Budapest. Zwei Jahre später bekam er das Thema zu seiner Dissertation - die Bearbeitung der ungarischen Tardigraden - von seinem Zoologieprofessor Endre DUDICH. Seine erste Publikation erschien 1936 (vor genau 50 Jahren). Den Doktorentitel erwarb er im Jahre 1939. Dem erfolgreichen Beginn folgte eine ständige Arbeit, wobei ihm seine Lehrtätigkeit im Gymnasium bei der wissenschaftlichen Forschung nicht hinderlich war. Er arbeitete während seiner Anstellung an der Landwirtschaftlichen Akademie (1943-1945) in Keszthely ebenfalls erfolgreich. Nach 1945 folgen schwere Jahre, bis er 1950 als Pfarrer angestellt wird. Von jener Zeit an arbeitet Dr. IHAROS in der Pfarrseelsorge und zugleich als Zoologe. Er arbeitet für die Naturwissenschaftliche Fakultät der Eötvös Loránd Universität (Budapest), für das Bakony Museum (Veszprém), das Naturwissenschaftliche Museum (Budapest), für das Janus Pannonius Museum (Pécs), und für das Bodenbiologisclje Institut in Wien. Die Ergebnisse seiner Forschungen wurden bisher in 47 Arbeiten publiziert. Er beschrieb die neue Gattung Echinursellus, die in der Entwicklungsgeschichte der Tardigraden eine bedeutende Rolle spielt, da sie einen Übergang zwischen marinen und Süsswassertardigraden darstellt. Ferner benannte er noch weitere 48 Arten und 5 Unterarten. Unter diesen gibt es Arten aus Ungarn und aus entfernten Gebieten, wie z. B. aus Südamerika, Korea und Neuguinea. Seine Forschungen erstrecken sich nahezu auf die ganze Erde. In der letzten Zeit arbeitet er als Mitarbeiter des Naturwissenschaftlichen Museums zu Budapest an der Tardigradenfauna unserer Nationalparks. Wir wünschen ihm, dass er noch lange Zeit arbeiten und dadurch unsere Kenntnisse der Tardigraden vermehren und vergrössern kann.