Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 8. (Wien, 1821)
»44 ttr sskjsaurcn, und icr orygenincn iatj'm* mi Dämpfe. Hkth. ejti 21.2Tai; 8i5. L aiői. Beschaffenheit der größten Dampfgläser. Hkth, am ui, May fli5. L n5i* Beschaffenheit der. kleineren Dampfgläfer. Hkth. am 2». May 8i5. L. i,5 . möglich ist, und hüthe sich, die D impfe aus gewöhnlich glasirten Töpfergeschirren zu entbinden. h. 83oo. Zur Gewinnung der gemeinen salzsauren Dampfe nimmt man 4 Theile gut gereinigtes Kochsalz, zum Beyspiel ein Loth, und fünf Theile starkes Vitriolöhl, also fünf Quentchen, und mischt diese in einem Glase oder Porzellan Gssäße eben so zusammen, rote bey dem vorigen Verfahren, und rührt das Gemische mit einem gläsernen Stabe öfters um. Es entbinden sich dabey die weißlichen salzsauren Dampfe in großer Menge und Stärke. Ist es nöthig, so darf man sich hier nicht scheuen, größere Quantitäten i-n einem Gefäße zusammen zu mischen; doch erlangt man auch den nähmlichen Erfolg, wenn man kleinere Quantitäten in vervielfältigten Apparaten anwendct. Man darf sich ebenfalls keiner metallenen Gefäße oder Spateln bey der Entbindung der salzsauren Dämpfe bedienen. §. 83o i. Zur Gewinnung der o.rygenirten salzsaureu Dämpfe nimmt man fünf Theile gepulvertes Kochsalz (fünf Quentchen), einen Theil gepulverten Braunstein (ein Quentchen), zwey Theile Wasser (zwey Quentchen) und .drey Theile (drey Quentchen) starkes Vitriolöhl. Das Pulver des Braunsteines und des Kochsalzes reibt man sorgfältig unter einander, bringt das Gemenge in eine Schale von Glas, Porzellan oder Steingut, setzt zuerst das Wasser hinzu, und dann das Vitriolöhl. Sind an dem Orte wo dieses geschieht, Menschen zugegen, so darf das Vitriolöhl nicht anders als langsam und tropfenwetse zu der übrigen Mischung hinzu gefüget weide». Dieses bewerkstelliget man leicht, wenn man einen gläsernen Trichter mit einer sehr engen Endspitze über die Mischung des Salzes und Braunsteines anbnngt, aus welchem das Vitriolöhl nur tropfenweise und allmählich herab fließt. Ist aber der Ort menschenleer, so schüttet man die Vitriolsäure auf Ein Mahl zu, hüthet sich dabey, nur mit dein Munde oder der Nase zu nahe darüber zu kommen, und verläßt das Zimmer, welches auf einige Stunden verschlossen bleibt; denn hier entwickeln sich die Dämpfe plötzlich mit der größten Gewalt, und tn außerordentlich schneller und großer Ausdehnung, wodurch sie auf die Lungen der Menschen sehr nachtheilig wirken, und die heftigsten Erstickungszufälle hervor bringen könnten. Man kann diese Dämpfe auch mittelst einer Art Dampfgläser bereiten, und zwar: §. 8302. Zur größten Sorte für große Säle nimmt man ein starkes weißes Zuckerglas, welches wenigstens drey Seitel, höchstens eines Wiener Maß enthält, gießt in dasselbe Salperer- säure ein Viertel-Seitel oder 7 Loth, Salzsäure ein Viertel - Seitel oder G3/4 Loth zusammen , und wirft dann gepulverten Braunstein 5 Quentchen hinein, verstopfet es sogleich mit emem guten Korkstöpsel, der mit Oehl und Wachs heiß getränket ist, und mit einem Stückchen Leder oder Blase fest gebunden wird, um es an dem Orte der Einwendung wieder zu öffnen. Sollte ein sehr großer Raum oder ein sehr gefährlicher Ort geräuchert werden müssen, so wendet man mehrere dergleichen Gefäße an. §. 83o3. Zur kleineren Sorte nimmt man ein dem vorigen ähnliches starkes Glas, welches einen weiten Hals und gut schließenden Glasstöpsel hat, wenigstens ein großes Seitel, bis höchstens em halbes Wiener Maß enthält, und mischt in dasselbe nach voriger Eirt: Salpetersäure 4 Loth, Salzsäure 3‘/2 Loth, gepulverten Braunstein 2 Loth, und schließt sogleich das Gefäß mit dem Glasstöpsel fest zrri XXXI. Hauptstück. XXI. Abschnitt.