Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 6. (Wien, 1821)
2Ó0 Kennzeichen des Dampfes. Hkth.am >. Sep.607. * » i4,2(Uj. 81 i. K 3444» Beschreibung einer wohlgebildeten Krupe. Hkth. am >. Sep. 807. ,> d 14.2ÍU3.811.K3444» Bau der Füße eines diensttauglichen Pferdes, und welche Fehler deren Fortbewegung hindern. Hkth.am 1. Sep 807. *> n 14. ÄUg. 8,1. H 3444, jAcußerlich sichtbare Fehler und Schaden an den Füßen der Pferde, welche sie zu»n Dienste untauglich machen. Hkth. am >. Eep. 807. " » 14. A ug. 81 1, r 3444. §. 6189. Das untrüglichste Zeichen des Dampfes ist der abgekürzte, trockene, schwache, dumpf ausgestoßene Husten, wenn man den Kehlgang etwas nahe an den Kinnbacken mit beyden Fingern drückt. Im hohen Grade ist der Dampf, wenn es im ruhigen Zustande mit jedem Athemzuge den After bewegt. §. 6190. Die Krupe soll ungefähr einen Zoll niedriger, als derWiderrist, liegen, gleichlaufend mit der Lende anfangen, bis zum Schweife gerade fortgehen, hinten nach beyden Seiten zu gut gerundet und mit derben kraftvollen Muskeln belegt seyn. Eine spitzige Krupe, wenn sie, von der Seite betrachtet, zu kurz, nicht gehörig gewölbt, und von hinten betrachtet, nach dem Schweife zu schmal wird, ist fehlerhaft, weil die Hinteren Schenkel eine falsche, mit den Zehen auswärts stehende Richtung, und dadurch eine gezwungene Bewegung erhalten. Eine abgeschliffene oder abgeschossene Krupe, welche ihre gerade Linie verläßt, und sich nach hinten zu herunter senkt, ist fehlerhaft, weil die Hinterschenkel zu nahe an die Schwerpuncts - Linie konimen, und sich beständig in einer schiefen Richtung befinden. §. 6191. Die Füße, als Stütze der ganzen Pferd -Massa betrachtet, müssen verhältnißmäßig stark und lang seyn ; sind sie zu lang, daß das Pferd hoch gefesselt heißt, so ist das Fortschreiten erschwert, ermüdend, unsicher und von keiner Dauer. Bey hohen Fesseln sind die Sehnen und Nerven schwach. Di e vorderen Schenkelsohlen sollen stark inuskulöse Arme, und keine 'falsche, sondern runde Röhrbeine haben; besonders müssen die Flechsen rückwärts unter dem Buge des Kniees nicht ankleben, oder wie unterbunden scheinen. Solche gedrosselte Flechsen ermüden das Pferd in kurzer Zeit. Ueberhaupt sollen die Vordersüße senkrecht und mit der Brust verhaltnißmaßig aus einander stehen, mit den Husen nicht auswärts sehen, die Knie flach und mit dem Vorarme in einer senkrechten Linie seyn. Biegt sich das Knie heraus, so heißt das Pferd vorbiegig, bockbeinig, und halt nicht aus; stehen die Knie zu sehr an einander, und sind unten tue Füße zu weit, so sind das Ochsen knie, und verhindern einen festen.Tritt. Flecken auf den Knien beweisen-enrkrastete Schenkel. Befinden sich vor den Füßen, vom Knie abwärts, Knochenauswüchse, so nennt man sie Ueberbeine; sind es Geschwülste an der Haut, Fluß galten; und wenn es am Knie schwammige Auswüchse sind, so heißt man sie Knlesch wämme. Alle diese Zustande schaden der Fortbewegung. Weniger bedeutend sind die Ueberbeine, die sich am Rohrbeine ein-oder auswärts, ohne ein Gelenk zu berühren, vorftnden; eben so ist die durchgehende Galle nachtheiliger, als die kleinen Blattern oder einfachen Flußgallen, und überhaupt sind fleischige, grob behaarte, weich anzufühlende Füße zu scheuen. Die Hinterfüße müssen dergestalt proportionirt seyn, daß der Schenkel mit dem Sprunggelenke einen gehörigen Winkel mache; denn ist der Schenkel zu lang, so kommt das Sprung- gelenk zu weit zurück, das Schienbein aber zu weit unter den Leib, und das Pferd wird säbelbeinig, kühsüß ig genannt; hat ein solches Pferd auch noch den Spath,so ist es zum Reiten ganz unbrauchbar. Bey einem zu kurzen Schenkel macht die Verbindung mit dem Hinteren Knie einen stumpfen Winkel, und das Pferd steht zu gerade auf dem Sprung gelenke. Beydes erschweret das Fortschreiten, und besonders den Sprung. §. 6192. Findet sich auf der Spitze des Sprunggelenkeö eine bewegliche Geschwulst, so ist es die Piphoke, und sie hindert die Gelenkigkeit. Die durchgehende Galle findet sich an der Seite des Sprunggelenkes, und besteht in einer weichen , unschmerzhaften Geschwulst, welche eine Schwäche desSprunggelenkes voraus setzt. XIX. Hauptstück. V. Abschnitt.