Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 6. (Wien, 1821)

V Von der Nemontirung durch Beschäl- und Remontirungs-Departements. über diese Stationen die Aufsicht; daher zu sorgen, daß in jeder Station gutes Unterkommen für die Leute, gesunde Stallungen und hinlängliche Fourage bereit gehalten, und ein ange­messener Beschalplatz bestimmt werde. Bey der Belegung der Stuten ist dasselbe, wie bei­den Beschälern vom Reitschlage, zu beobachten, und es wird die nöthige Aushülfsmannschaft von den Beschäl-Commanden beygegeben. Die Unter-Officiere und die Mannschaft haben sich übrigens ganz nach dem Vorhergehenden zu benehmen, die eingeführten (vorn beschriebenen und in den Formularen beygedruckten) Protocolle gehörig zu führen, die Rapporte zu verfas­sen, und an ihre Remontirungs - Commanden einzuschicken, welche hieraus den Haupt- Rapport verfassen, und dem General -Commando zur weiteren Beförderung einsenden. Vor der Beschälzeit sind die Zugbeschä'ler mit der Arbeit 3 bis 4 Wochen zu schonen, und ist ihnen die zur Gesundheit nöthige Bewegung durch Herumführen oder Reiten zu geben. Nach Beendigung der Bcschalzeit sind die Beschäler, sowohl jene vom Reit - als die vom Zug­schlage, m gehöriger Ordnung in ihre vorige Station wieder zurück zu führen. §. 6o53. Die deutschen Beschäl - Departements werden alljahrig von dem Mezöhegyer Gestüte mit einer hinlänglichen Anzahl von Original-Gestütshengsten zum Ersätze des jeweiligen Ab­ganges unterstützt, welche zur Vermeidung aller Anstößigkeiten, Beschwerden und Wider­sprüche der Commandant eines jeden Landesgestütes, der am besten wissen muß, welcher Schlag und welche Gattung Beschäler, er für seine Districte bedarf, selbst in Babolna zu wählen und zu übernehmen hat. §. 6054. Der Commandant eines jeden Beschäl--Departements hat nach Endigung der Beschäl­zeit an den Hofkriegsrath durch die Remontirungs-Jnspection die Haupt-Relation zu erstatten. Puncte, über welche die Relation zu erstatten ist, sind folgende : itens : Wre die Beschäler Verwender werden. 2tens: Wie viele Stuten die Beschäler belegt haben. 3renö: Wie viele Revers-Stuten an das Land abgegebe 1 worden; — wie viele Remon­ten dafür gestellt; wie viel noch zu berichtigen sind; — in welchen Jahren die Bezahlungen erfolgen werden; — ob mehrere und wie viele Mutterstuten ver­langt werden. 4tens: Wie viele Stuten im vorigen Jahre belegt, und wie ride trächtig geworden; — dann wie viel Zöllen, nach Abzug der vor und nach der Geburt Verunglückten, noch am Leben sind. ■— 5tens: Wie viel Fallen beylaußg vom vorigen Jahre vorhanden sind. ütens: Ob die Gemeinde-Landesbeschaler zum Theile gut sind; — ob nicht fremde und schlechte Beschäler zur Befchalzeit in das Land kommen. 7tens: Ob die Unter-Officiere, Schmiede und Gemeinen zum Beschäl- und Remonti­rungs- Geschäfte angemessen sind. Liens: Ob die Beschäler tüchtig sind. Ytens: Was überhaupt Gutes beobachtet worden; -— welche Gebrechen zu verbessern, was sonst zu bemerken, oder in Vorschlag zu bringen ist. In den Relationen sind die beobachteten Gebrechen nicht nur allein anzuzeigen, sondern es sind auch die Mittel zur Abhülfe vorzuschlagen, und außerdem ist das bestehende Gute und Nützliche anzuführen, damit man die Wirkung der Bemühungen der Beschäl -Stations- Officiere einsehen und beurtheilen kann. §. 6o55. Da auch den politischen Stellen verlässige Nachrichten von dem Zustande , Fortgange, von den hier und da sich etwa äußernden Hindernissen der inländischen Pferdezucht tn Ab­Die deutschen DeschLl-De­partements erhalten jum Er­sätze des jeweiligen Abganges eine hinlängliche Anzahl Ge­stütshengste aus dem ungari­schen Militär - Gestüte. Hkth. am 5. Nov. 794. D 563o. lieber das Veschälgeschäft sind nach Endigung der Be­schützen an den Hofkriegsrath Relationen einzusenden. Hkth. am5« März 786. D 9,4 » »5. Rov. 794« U 563» Die Hairpcherichte über die inländische Pferdezucht sind der LandeSstette initzutheileii. Hkth. am iö. März 786. u 986.

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