Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 4. (Wien, 1820)
Von der Adjustirung. lb Die Quaste oder Rose ist unter den Bestandrheilen ersichtlich. Das Gewicht der Grenadier-Mütze betragt 1 Pfund 21 bis 23 Loth. Laut vorn angeführten hohen Rescripts, da gegenwärtig die so genannten spanischen Röhrchen wieder in der hinlänglichen Anzahl zu haben sind, müssen die Mieder zu Grenadier-Mützen, welche seit dem Jahre 1811 wegen Unaufbringbarkeit der spanischen Röhrchen aus Strohhalmen erzeugt wurden, wieder ganz aus spanischen Röhrchen nach der früheren Erzeugung verfertiget werden, indem sie aus Stroh eine weit mindere Haltbarkeit haben, und dieses an sich sehr kostspielige Adjustirungs-Stück viel früher das äußere Ansehen verliert. Auch ist statt der kleinen Quaste, welche auch zu Hüten bestimmt ist, künftig eine Infanterie- Csako-Quaste zu der Grenadier-Mütze zu verwenden. Da es ferner keinen Unterschied weder in der Beköstigung, noch in der Erzeugung veranlaßt, so werden die Haare des Bärenbrämes am Hintersturme der Mütze statt aufwärts, wie bisher, dermahl abwärts gegen den Nackenschirm gewendet, jedoch muß eine besondere Aufmerksamkeit bey der Stückelung beobachtet werden, daß sich die hinten abwärts hängenden mit den vorwärts aufstehenden Haaren ohne vieles Bemerken vereinigen. Übrigens ist weder in der Gestalt, noch in den Maßen der Patronen bey der dermahligen Mütze eine Veränderung, und sie unterscheidet sich bloß in den Dividenten der Leinwand und der spanischen Röhrchen mit Hinweglassung des Strohes gegen die bestehende Beschreibung, und es ist nur zu bemerken, daß die Leinwand des Mieders, indem sie nicht so tief über den Rand des Strohes darf eingebogen werden, solche, wie vor dem Jahre 1811, nach der kleineren Patrone des Brames zu schneiden ist, wodurch Elle der Leinwand des Mieders weniger in Verwendung gebracht wird. §. 4858; i Messinge neS Schild zu Grenadier-Mützen mißt in der Mitte 6y8 Zoll in der Länge, in der Größe 8"/, Zoll in der Breite, und hat im Gewichte 7*A Loth. Diese werden von bürgerlichen Gürtlern erzeugt, mit denselben accordirt und in Bestellung gebracht. Dieser Schild ist in Gestalt eines etwas gespitzten halben Ovals geformet, und wird aus geschlagenem Messing mittelst einer Stange ausgepraget. Unten, wo er auf dem Sonnenschirme der Mütze aufsitzt, muß er etwas in die Runde ausgeschweift seyn, damit er an den Schirm vollkommen anpaßt, und an diesem Ausschnitte ist das Messing zu mehrerer Haltbarkeit einwärts gegen ‘A Zoll breit eingebogen. Die Verzierung dieses 3 Hüdes bestehet an der Kante herum mit einer Reihe Perlen, dann in der Mitte ist der Reichsadler mit einem Brustschilde, auf welchem die allerhöchsten Nah- »nensbuchstaben F. I. angebracht sind. Diesen Reichsadler umgibt ein Kranz, wovon die eine Hälfte aus Lorbern und die andere aus Eichenblättern besteht. Das übrige untere Feld wird mit Kriegs-Armatur ausgefüllt. Zwischen den Perlen sind an den 3 Spitzen in der Mirte 5 doppelte Löcher anzubringen, damit man diesen Schild mit Messingdraht an die Mütze befestigen kann. Uebrigens muß das Messingblech dieser Schilde, ehe solches unter die Stange zur Ausprägung kommt, etwas poliert werden, damit sie kein so rohes Ansehen erhalten, auch der Grenadier solche leichter putzen kann. Messingener Schild ;u Grenadier-Mützen. Hkth- am 3o. 3«n. 807. „ „ *7, Oct.816. E /h44' §. 4809. Grenadier -Mützen-Futteral. Vt Ellen lang, 1 Elle breite, tingirte \ % Ellen lang, 1 Elle breite, Futter- j Leinwand. * Grenadier,- Mützen - Sut teral. Hkth.am **. Aug.8»5. E to64 Band iv. se