Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 4. (Wien, 1820)
1 5 2 Hut. Hkth. am >7. May 3, i. e 1483. In welchem Falle der Gebrauch des Hutes nicht gestartet istHkth. dlll i». Oct-812, E 3583. Gre nadier-Mütze. Hkth. am >7. Mayöl i.E i483. An den ledernenDindriemen der Grenadier-Mützen haben die vergoldeten Ketten wegzu- bleibcn. Hkth. am 3.Uug.ö>>. E 2 534. XU Hauptstück. II. Abschnitt. gemeinen Mannschaft eingeführten ledernen Bindriemen, welche (außer Gebrauch) in den Csako einwärts geschlagen werden. In der Parade wird ein grünes Feldzeichen von Laub in die hinter der Quaste verfertigte kleine Hülse gesteckt. 1 Auf Märschen und beym gewöhnlichen Ererciren wird der Csako mit einem schwarzen Futterale überzogen. h. 4729. J Der Hut wird bey der Infanterie von dem Stabs - Officier, von dem Grenadier- Officier und von den Stabsparteyen getragen. Derselbe ist dreyeckig, so gestülpt, daß die rückwärtige Krempe 10 Zoll, die Krempe vorwärts 8A Zoll, und die Seitentheile, welche die Ecken bilden, 5V4 Zoll messen. In diesen Seitentheilen oder Ecken liegt die Hutrose von schwarzem Sammt; diese ist mit Goldverzierung umgeben, und in der Mitte sind die allerhöchsten Nahmensanfangsbuchstaben F. I. angebracht. Die Stabs - Officiere haben den Hut mit einer zwey Zoll breiten goldenen 'Borte eingefaßt, welche der Csako-Borte der Hauptleute ganz gleich ist. Der glatte Hut für die übrigen ist mit einem schwarzen seidenen Bande umgeben, welches von außen und von innen gegen einen Zoll breit den Filz einschließt. Von innen wird der Hut am Saume der Bőrre oder des Bandes mit einem starken Eisendrahte belegt. Die Hutschlinge ist für die Stabs - Officiere das nähmliche Bärtchen, wie bey der Csako - Schlrnge, und auf dein glatten Hute ist diese Schlinge ein ganz goldenes Bärtchen, nach der Form der 2>i* stmctions-Bärtchen. Die Schlinge wird 2% Zoll oberhalb des unteren Randes des Hutes.an ernem gelben oder weißen Uniform - Knopfe befestiget. Am oberen Theile der Hutschlinge ist eine schwarze Masche von 3 Zoll im Durchmesser angebracht, deren zwey Enden, ausgezackt, aufwärts stehen. tz. 4?3o. Der Gebrauch des Hutes in der Linie ist jedoch bey einer Truppe, deren Officiere 1 durchaus mit Csako versehen sind, wegen des auffallenden Mißstandes nicht gestattet, und es kann ein mit schwerer Kopfverletzung behafteter Offikier vom Hauptmanne abwärts sich eines Csako's von leichterem Filze, welcher übrigens in der äußeren Form ganz derVorschrift gemäß eingerichtet seyn muß, mit gleichem Vortheile bedienen. §. 4?3i. Die Grenadier-Mütze ist von schwarzer Bärenhaut, und der Stock von kaisergelbem Tuche mit silbernen Borten besetzt, ohne Unterschied, ob das Regiment gelbe oder weiße Knöpfe hat. Die Haare der Bärenhaut haben auf dem vorderen Theile der Mütze aufwärts, und auf dem rückwärtigen Theile abwärts zu stehen. Die Höhe der Mütze hat vorn 12 Zoll, rückwärts b Zoll. Das Schild ist jenem des Gemeinen gleich, nur muß es vergoldet seyn. Der Sonnenschirm, von lackirtem Leder, zwischen welchem und dem vergoldeten Schilde keine Bärenhaare vorstehen sollen, ist mit Gold ausgenähet, wie der Csako-Schirm. Die Grenadier-Mütze wird mit ledernen Bindriemen (an welchen die vergoldeten Ketten wegzubleiben haben), die (außer Gebrauch) in die Mütze eingeschlagen werden, wie der Csako am Kopfe befestiget. Bey schlechtem Wetter wird die Mütze mit einem schwarzen Futterale überzogen. Die Grenadier-Officiere erscheinen in allen Gelegenheiten, .wo die Mannschaft mit Mützen ausrückt , nur die Märsche ausgenommen, auch mit den Mützen, und zwar gleich der Mannschaft mit odel^ohne Futteral. Die Hüte werden daher nur auf Märschen und außer Dienst getragen.