Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 3. (Wien, 1820)

557 Von dem Bettenwesen. H. Von der TranSportirung der Betten. §. 434b. Die Bett-Sorten sind eben so, wie bie übrigen ärarischen Verpflegs - und MonturS- Güter, zu betrachten, und fordern im Falle einer Transporrirung die nähmliche Aufsicht, jedoch versteht es sich von selbst, daß zu derley Transporten nur in so weit Begleitungsmann­schaft zu commandiren ist, als es die Sicherheit und Conservation des ararischen Gutes erfordert. §. 4347. So oft ein Transport abgeschickt wird, muß ein ordentlicher Ausweis über die abge­henden Bett - Sorten mitgegeben werden; auch sind die empfangenden Theile vorläufig mit­telst der Post von dem Abgänge des Transportes zu benachrichtigen. §. 4348. Diese Transportirung ist zum Besten des allerhöchsten Aerariums so viel als möglich mit der Landesvorspann zu vermeiden, weil die Bett-Fournituren auf offenen Vorspanns­wägen und bey stationsweiser Ueberladung zu sehr beschädiget werden, daher solche Transporte, wenn sie weiter als 2 bis 3 Stationen gehen müssen, vortheilhafter durch das Militär- Fuhrwesen oder in dessen Ermangelung durch gedungene Fuhren spedirt werden können. I. Von der Conservation der Betten. §. 4349. Auf die Conservation der Betten ist überhaupt so viel als möglich zu sehen; daher müssen die im Belage befindlichen Betten stets rein gehalten, alle Tage frisch aufge­bettet, die Sommer- und Winterdecken nebst dem Leintuche beym Kopfbrete der Bett­stätten zusammen gerollt, und die Leintücher alle Monathe gegen rein gewaschene ausge­wechselt werden. Niemand darf sich angekleidet oder mit Schuhen auf das Bett legen, weder Gewehr, Montur noch Rüstungsftück darf auf demselben geputzt; auch dürfen auf den Bettstasseln keine Bleykugeln zur Einfassung der Feuersteine breit geschlagen oder etwas Anderes darauf zerschlagen werden. h. 435o. Zur Conservirung der aus Wollenstoff erzeugten ärarischen Bett-Fournituren ist vor­züglich darauf zu sehen, daß derley Bett-Fournituren, da sie der Beschädigung der Motten unterliegen, und um dieser Ansteckung vorzubeugen, jederzeit in den lichtesten und der Sonne am wenigsten ausgesetzten Behältnissen, vorzüglich in dem untersten, und so viel möglich gewölbten Stockwerke aufbewahrt werden. Drese Sorten sind vorzüglich im Sommer genau zu besichtigen und zu untersuchen, so fort vor der Ansteckung von Motten durch dasAus^ klopfen mit kleinen Stäben zu verwahren, widrigen Falls die Rechnungsführer dafür verant­wortlich gemacht werden würden, wenn den Spuren von wahrscheinlicher Mottenbeschädi­gung an den wollenen Decken nicht vorgebeugt, und durch diese Maßregel die Ausbreitung der Ansteckung nicht hintan gehalten, und dadurch dem Aerarium ein Schaden verur­sacht würde. Was bepTransportirung der Betten zu beobachten ist. Hkth. am 3. Nov. 808.15457­Welcher Ausweis bey Abge- hung eines Transports mitzu- geben ist. Hkth. am 31. Sep. 77S. Wie die Transportirung der Betten zum Besten VesAera- kiums ju geschehen hat. Hkth. am 3. Nov. 808. r 5457. Was rücksichtlich der Conser­vation derBetten zu beobachten 'st. Hkth. am 31. Sep. 77$. * » 6. März 783. A rhF, » >* 1. Sep. 807, Was rvcksicktljch der Confer vation der aus Wollenstoff er­zeugten Bett-Fournituren zu beobachten ist. Hkth. am 38, Iän- 808. A 744. I

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