Militär-Oekonomie-System der kaiserlichen königlichen österreichischen Armee 3. (Wien, 1820)

Von Lem Bettenwesen. 5.51 §. 43o7. Vom 1. May bis Ende Octobers hat sich die Mannschaft mit den Sommerdecken von Hallina, und vom ». November bis Ende Aprills mir den Winterdecken oder Kotzen zuzu­decken. Die aus dem Belage abgenommenen Winterdecken werden, wenn sie gehörig gereini- get und ausgebessert sind, in den Magazinen bis zum weiteren Gebrauche verwahrt, die Sommerdecken aber im Winter unter dem Leintuche zum Daraufliegen verwendet. h. 43o8. Ein einfaches Bett, welche Gattung, außer den für ledige Prima-Planisten und Un­ter-Officiere erforderlichen derley Betten, nur dann neu erzeugt werden, wenn die abgenütz­ten doppelten Betreu zu deren Erzeugung nicht hinlänglich vorhanden sind , bestehet: a) In der Bettstatt von der Höhe und Länge wie eine zweyspännige Bettstatt, in der Brei te aber aus 3 Schuhen mit 5 Querbrerer. L) In einem Strohsacke, 33/4 Ellen lang und 11/« Ellen breit. c) In einem Kopfpolster, ilA Ellen lang und »54 Ellen breit, welche zusammen mit 3o Pfund Stroh zu füllen sind. d) In einer Winterdecke oder einem Kotzen, sB, Ellen lang und ixA Ellen breit. e) In einer Sommerdecke von Hallina, ay4 Ellen lang und ilA Ellen breit. f) In zwey Leintüchern, 3 Ellen lang und il/2 Ellen breit, dann in zwey anderen Leincü->. chern zum Wechseln. §. 4309. In Spitälern dürfen nur einspännige Betten verwendet werden, welche aus den abge­nützten zweyspännige» Betten zu erzeugen sind, und die nähmliche Lange und Breite, wie die einfachen Betten für den gesunden Belag haben müssen. Bey dieser Umarbeitung geben 3 doppelte 4 einfache Betten. §, 431 o. Ein Krankenbett hat die nahmlichen Bestandtheile, wie eilt einfaches Bert für den ge­sunden Belag. Der Strohsack muß aus fester, dichter, grober Leinwand bestehen, nicht allein, damit er haltbarer werde, sondern auch damit das Stroh nichr durchsteche. §. 43h. Der Strohsack eines Krankenbettes muß 7 Fuß lang und 4 Fuß breit seyn, weil, wenn daS Stroh eingefüllt wird, sie sich verkürzen. §. 43»2. Die Oessnung, durch welche das Stroh in die Strohsäcke gefüllt wird, muß überhaupt bey allen Strohsäcken, sowohl für den gefunden als kranken Belag, nicht in der Mitte, sondern auf der Seite angebracht, und mit Löchern zum Schrneren versehen seyn. §. 4313. Die Strohsäcke für den Krankenbelag müssen mit 4° Pfund Stroh ausgestopft werden, denn mit 3o Pfund sind sie zu locker. Die Strohart, welche man dazu gebraucht, ist un Allgemeinen das Kornstroh, jedoch kann tm Nochfalle auch Gersten - und Haferstroh verwen­det werden. In Gegenden, wo viel türkischer Weitzen gebauet wird, können auch die feine­ren Blätter zum Ausstopfen der Strohsäcke gebraucht werden, denn diese Blätter machen ein überaus welches Lager, auch kann man sie mit anderem Strohe vermischen. §• 4314­In den Garnisons - Spitälern sollen alle Strohsäcke geheftet seyn, sowohl wegen der Reinlichkeit als Dauer unb Ersparung. Da die Qualität des Strohes verschieden ist, tmb die öfters dabey eintrerenden Umstände nicht gestatten, ein gleiches Ausmaß als Richtschnur fest zu setzen, so sollen die Bettstätten für den gesunden Belag alle drey Monathe, die Kranken­betten aber, so oft es nöchig ist, angefüllt, und dabey die Ersparung an Bettenstroh auf die möglichst rhunliche Weise zu erzielen getrachtet werden. Durch welcheZeit dieMann- schast mit den Sommer- und Winterdecken zu versehen ist. Hkth. am 21. Sep. 776. 11 ,, 6. Marz 782. A 268. Bestandtheile einesl einfa­chen Bettes. Hkth. iMit iS. Apr. 772. „ „ 6,3K«fi782.A 268« Welche Betten in Spitaler» verwendet werden dürfen. Hkth. am 21. Sep. 77S. » » ü.März 782. A 268. » x 26. Zfpr, 815. L »7-jo. Bestandtheile einesKranken- bettes. Hkth.am »7.Nov."78. „ „ 6. März 782.A 268. „ „ 26. Apr s > 5.1. > 74o. Lange undBreite des Stroh­sackes. Hkth. am 26. Apr. GiS.l 1740. Wo die Oessnung zum Ein­fällen des Strohes an den Strohsäcken anjubringen «st. Hkth.am > 4. Nov. 3,3.1.3360. » » 26» Apr. 815. L 1740. Mit wie viel Sr>-sh die Ströhsacke auozustopfe», un» welche Stroh-Sorten dazu 4u nehmen sind. Hkth. am >4-Nov.8i3.1,3560, » x 26 Apr» S15.L 1740. Wie die Strohsäcke in den Garnisons-Spitälern seyn sol­len, und waS ben Nachfülluna der Strsdfäcke überhaupt zu beobachten ist. Hkth.am 3. Sep. 807.0704?. » x >5. Märj8>74O 668,

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