Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes für 1866 (Wien, 1866)
Anhang
Stiftungen. 817 hiervon jährlich mit 400 fl. C. M. abfallenden Interessen dem jeweiligen Ober-Kriegs-Commissär in Wien, welcher mit den Vorlesungen über die Militär-Oekonomie-Controle betraut ist, als eine Zulage zugewiesen werden sollen. Die während der Zeit, als der Stifter selbst, als damaliger Ober- Kriegs-Commissär in Wien, diese Vorlesungen gehalten, abgefallenen Interessen wurden dem Stiftungs-Capitale zugeschlagen, und mit denselben das fiir den Vortrag bestimmte Honorar vermehrt, woduimh dann auch das Capital bereits bis auf 25.300 fl. C. M. und 400 fl. Oesterr. Währung in Staats-Obligationen angewachsen ist. — Nachdem diese Lehr-Anstalt aufgehoben wurde, werden die Interessen, nach des Stifters Willen, zu Stiftungen, jede zu 200 fl. C. M., für männliche mittellose Waisen von Militär-Parteien und Beamten, auf die Zeit, als sie studiren, und wenn sie Beamte werden, bis sie als solche zu dem Gehalte von jährlichen 600 fl. gelangen, verwendet werden. Diese Stipendien werden von dem Kriegs-Ministerium verliehen. (N. 3276, vom 19. März 1821.) 20* Des Constantin Jankovic. für die Armen und Nothleidenden zu Sémiin. Das Capital besteht in 1200 fl. C. M. (Abth. 10, Nr. 3690, vom 31. October 1863.) Sí*. Des k. k. Kämmerers und Gerichtstafel-Beisitzers Emerich Inkey v. Paliin. Derselbe hat eine 5percentige Staats-Schuldverschreibung von 420 fl. C. M. zu zwei Stiftungen mit der Bestimmung gewidmet, dass von den entfallenden jährlichen Interessen 5 fl. für ein solennes Seelen-Amt verwendet werden, welches für weiland Seine Majestät den höchstseligen Kaiser Franz I. von Oesterreich, jährlich am 26. October, als demjenigen Tage in Beiovar abgehalten werden soll, an welchem der höchstselige Kaiser und Ihre Majestät die Kaiserin Carolina im Jahre 1817 auf einem Gute des Stifters in Croatien einem Volksfeste beizuwohnen geruht haben, und dass ferners der Interessen-Rest von 16 fl. nach dem Seelen-Amte an zwei der ärmsten, siechsten, jedoch moralischen Invaliden, und in deren Ermanglung an zw ei der ausgezeichnetsten Scharfschützen zu gleichen Theilen zu verleihen ist, von welchen einer aus dem Warasdiner-Creuzer, der andere aus dem Warasdiner-St. Georger Regimente zu wählen ist. Die Wahl derselben ist dem Landes-General-Commando zu Agram überlassen. (B. 3208, vom 14. Juli 1840, und B. 4839, vom 7. November 1840.) 28. Erzherzog Joseph Carl Ludwig-Stiftung, zur Unterstützung der Cadeten-Schule des Infanterie-Regiments Nr. 60. Das Stiftungs-Capital besteht in einer öpercentigen Staats-Schuldverschreibung pr. 2000 fl., deren Interessen-Verwendung im Zwecke der Stiftung dem jeweiligen Commandanten des genannten Regiments zusteht. (Abth. 20, Nr. 3767, vom 21. November 1857.) 29. Der Katharina Jovanovi«? zu Kloster Im Warasdiner-St. Georger Grenz-Regiments-Bezirke. Dieselbe hat eine 21/3percentige Banco-Obligation von 149 fl. W. AV. mit der Bestimmung gewidmet, dass von den entfallenden jährlichen Interessen zwei von Blindheit befallene oder sonst Krüppel gewordene Menschen, die aus dem St.-Georger Grenz-Regiments-Bezirke geboren sind, alle Jahre an dem Geburtstage des jeweiligen Landesfürsten zu gleichen Theilen betheilt werden. Die Wahl derselben ist dem Warasdiner-St. Georger Grenz-Regiments-Commando überlassen. (B. 3473, vom 27. Juli 1846.) (Gedruckt am 25. April 1866.)