Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes für 1865 (Wien, 1865)

Anhang

Stiftungen. 779 15?. Eines ungenannt bleiben wollenden Pfarrers des Poitenstei» ner Decanates. Für einen invaliden oder sonst würdigen Gendarmen Nieder-Oester- reichs, welcher mit den jährlichen Interessen des in einer Kpercentigen Staats-Obligation pr. 100 fl. C. M. bestehenden Stiftungs-Capitales zu be­theilen ist. Das Ernennungsrecht hat der jeweilige oberste Chef der k. k. Gendarmerie. Die Obsorge über die Stiftung steht dem Kriegs-Ministerium zu. (Section III, Ahth. 4, Nr. 6567, vom 22. August 1854.) 158. Des Realitäten-Besitzers Jacob v. Prandi zu Triest. Das Capital besteht in einer 4percentigen Staats-Schuldverschreibung pr. 1000 fl. C. M.; die davon entfallenden Interessen werden alljährlich am Allerhöchsten Geburtstage Seiner Majestät des Kaisers einem invaliden und mit Familie belasteten Unter-Officiere des Wiener Invalidenhauses, dessen Bestimmung dem jeweiligen Invalidenhaus-Commando überlassen ist, verab­folgt. (D. 414, vom 22. Jänner 1838.) 159« Des Anton Pramistetter. Das Capital besteht in 200 fl. zu 5 pCt. C. M. Von den jährlichen Interessen soll immer am 19. März (dem Sterbetage seiner Gattin An­tonia) eine Messe in der Capelle des Invalidenhauses in Wien gelesen, dem Priester das Stipendium und die Stollgebühr dafür entrichtet, und der Rest hierauf an vier der krüppelhaftesten Invaliden, die der Comman­dant des Invalidenhauses namhaft zu machen hat, zu gleichen Theilen ver­theilt werden. Das Verleihungsrecht hat das Kriegs-Ministerium. (D. 1096, vom 16. März 1826.) 169. Der Geschwister: Johann, Rembert, Theresia, Anni», Regina und Anton Pramistetter. Mit 1000 fl. Capital, von dessen Interessen jährlich am 18. Februar und 8. November (den Sterbetagen ihrer Eltern) eine Messe in der Capelle des Invalidenhauses in Wien gelesen, dem Priester das Stipendium und die Stollgebühr entrichtet, und der Rest an so viele Invaliden des Hauses ver­theilt werden soll, dass auf jeden Ein Gulden C. M. entfalle. Diese Invaliden müssen aus Vordernberg, und in deren Ermanglung sonst aus Steiermark gebürtig, überhaupt aber vorzugsweise solche sein, die im letzten Kriege invalid geworden sind. Das Verleihungsrecht hat das Kriegs-Ministerium. (D. 1096, vom 16. März 1826.) 161. Des Ignaz Puchfelder. Für einen verdienstvollen, mittellosen, mit Familie belasteten, aus Wien oder wenigstens aus Oesterreich gebürtigen Officier des Wiener Invaliden­hauses. Das Capital besieht in einer Spercentigen Staats-Schuldversehreibung pr. 1000 fl. C. M. Das Verleihungsrecht steht der Wiener Invalidenhaus-Commission zu. (D. 6739, vom 29. December 1849.) 16S. Des Postmeisters zu Wisehau in Mähren, Ignaz Punsch. Bestehend in Staats-Obligationen zusammen pr. 1233 fl. C. M., deren Interessen jährlich am Geburtstage weiland Seiner Majestät des Kaisers Franz I. an Invalide zu vertheilen sind. Das Vorschlagsrecht steht den drei Invalidenhäusern, die Verleihung dem Landes- General-Commando in Wien zu. (DY 3410, vom 7. September 1835.)

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