Militärschematismus des österreichischen Kaiserthumes für 1864 (Wien, 1864)
Anhang
Stiftungen. 761 Das Stiftungs-Capital besieht gegenwärtig in S1.000fl. Öesterr.Währung und 1000 fl. C. M. in 4percentigen Staats-Schuldverschreibungen. Das Verleihungsreeht steht dem jeweiligen Gendarmerie-General-lnspector zu. (Abth. 20, Nr. 1863-1887, vom 5. Juni 1858.) 39» Des Hauptmannes Ernst Eilberg, für zwanzig der bedürftigsten Invaliden im Wiener Invalidenhause. Das Stiftungs-Capital besteht in einer opercentigen Staats-Schuldverschreibung pr. 1000 fl. Das Recht zur Interessen-Vertheilung (am 1. Juni und 1. December jeden Jahres zu gleichen Theilen an die Invaliden) steht dem jeweiligen Invalidenhaus-Comman- danten zu. (Abth. 20, Nr. 588, vom 28. Februar 1858.) ttO« Der Wahlbürgerschaft der Militär-Grenz-Communität Pancsova, unter dem Namen: „Kaiserin Elisabeth-Stiftung”, aus Anlass der Allerhöchsten Vermählungsfeier Seiner Majestät des Kaisers Franz Joseph I. errichtet. Das Stiftungs-Capital besteht in einer 5pereentigen Staats-Schuldverschreibung pr. 1000 fl. C. M., von deren jährlichen Interessen alljährlich am 18. August, als dem Allerhöchsten Geburtsfeste Seiner k. k. Apostolischen Majestät, fünf verunglückte Krieger, oder in deren Ermanglung die Angehörigen solcher Krieger, die durch Verkrüppelung, Verwundung oder sonst durch unverschuldete Armuth hilfsbedürftig sind, mit je zehn Gulden betheilt werden sollen. Zu dieser Betheilung hat das Deutsch-Banater Grenz- Regiments-Commando aus seinem Bezirke drei, der Pancsovaer Magistrat aber gemeinschaftlich mit der Wahlbürgerschaft aus dem Bereiche der Militär-Grenz-Communität Pancsova zwei Individuen in Vorschlag zu bringen. Das Verleihungsrecht steht dem jeweiligen Grenz-Truppen-Brigadier zu Pancsova zu. Dem Kriegs-Ministerium ist die Aufrechthaltung dieser Stiftung übertragen. (Section III, Abth. 8, Nr. 2199, vom 27. April 1855.) tH» Der Gemeinden in den Bezirken ElisabethstadG Grossschenk und Eeschkirch in Siebenbürgen für die diesen Bezirken zuständigen Invaliden, welche mit Genüssen von 24 bis 36 0. jährlich zu betheilen sind. An Stiftungs-Capital hat erlegt: Bezirk Elisabethstadt ............................8300 fl. I „ Grossschenk.......................... 7000 „ , in Obligationen zu 3 pCt. „ Leschkirch............................... 2000 „ ) D ie Capitals-Verwaitung steht der politischen Behörde, das Verleihungsrecht dem Landes-General-Commando in Hermannstadt zu. (Abth. 15, Nr. 6036, vom 30. October 1860.) 32» Des Oedenburger Comitats-Geriehtstafel-Beisitzers und gräflich Szechényschen Güter-Directors Joseph v. Ernuszf. Bestehend in 1300 fl. Staats-Obligationen, wovon die Interessen jährlich an dem Geburtstage Seiner Majestät des jetzt und künftig regierenden Monarchen an gebrechliche invalide Gemeine und Unter- Officiere des Tyrnauer Invalidenhauses durch den Invalidenhaus-Commandanten zu vertheilen sind. (D. 4028, vom 21. August 1832.) Zi3» Des Gerichtstafel-Beisitzers Joseph v. Ernuszt, zu Oedenburg. Bestehend in einer 4percentigen verlosten Staats-Schuldverschreibung pr. 2250 fl. 52 kr., wovon die jährlichen Interessen auf Zulagen von 2 kr. C. M. pr. Kopf für aus Ungarn und dessen Nebenländern gebürtige ausgezeichnete Invalide bestimmt sind. Das Verleihuugsrecht hat das Landes-General-Commando in Ungarn. (W. 938, vom 23. Juni 1847, und D. 2587, vom 6. August 1847.)