Militärschematismus des österreichischen Kaiserthums (Wien, 1845)
CAVALLERIE
Stiftungen. 516 Stiftung des Majors Oruzio Pizzini v. Thysberg• Die Widmung ist für sieben arme Witwen von k. k. Ofli- cicren. Das Capital besteht in 10,650 fl., auf dessen Interessen jedoch mehrere Nutzniesser vom Stifter zum Theil angewiesen sind, nach deren Tod erst die Stiftung ganz in Wirksamkeit treten wird. Einstweilen haben nur vier Officiers - Witwen daraus einen Genuss. Das Vex’leihungsrecht hat das k. k. Geaeral - Commando in Ungarn. Die übhuth über diese Stiftung ist dem Hofkriegsrathe zuge- wiesen. Stiftung des Spitals - Tracteurs Joseph Preisinger• Sie besteht in 500 fl. in einer 4pcrcentigen Staats-Obligation, wovon die Interessen mit jährlichen 20 fl. Conventions- Münze zur Prägung einer silbernen Medaille mittlerer Gattung bestimmt sind, weiche an einen Schüler des niedern akademischen Lehr - Courses zu ertheilen ist, der sich in den Studien dieses Courses vorzüglich ausgezeichnet hat. Stiftung der Oberlehrers - Witive Susanna Plitzner• Der Stiftungsgenuss besteht in jährlichen 10 fl., die für arme Witwen, Waisen, Ilausarme und arme Schulkinder der Militär - Gränze bestimmt sind. Die Vertheilung geschieht durch den Magistrat in Petenvardein. Stiftung des Mttjors Anton von Partner. Das Capital besteht in 684 fl. C. M. Von den Spercentigen Zinsen sollen nach Absterben des Majors Anton Baron Portner die armen Kinder, vorzugsweise der Portner’schen und nach deren Erlöschung jene der Franz Baron Jellacliich’schen Familie erzogen werden; auf den Fall aber, als diese beiden Familien ausstürben, hat dieses als ein unwiderrufliches Eigenthum für die Erziehung armer Gränzkin- der gewidmete Capital dem Gränz - Studienfonde anheim zu fallen. Diese Stiftung wird durch den k. k. Hofkriegsrath verwaltet. Stiftung der Gemeinde Pottenbrunn• Diese Stiftung ist für das jeweilig zu St. Pölten sich befindliche Regiments - Knaben -Erziehungshaus. Das Capital besteht aus 1921 11. 14-T kr. W. W. Mit den Interessen sind die drei fleissigsten Zöglinge der beiden oberen Classen zu betheilen, welche Betheilung von dem jeweiligen Kreishaupfmann in St. Pölten zu geschehen hat.