Militärschematismus des österreichischen Kaiserthums (Wien, 1845)

CAVALLERIE

Stiftungen. 511 Stiftung des invaliden Corporals Michael Lovast, Bestehend in einer 5 percentigen Staatsschuldverschreibung von 100 fl., deren jährliches Interesse für den jeweiligen Estandarte-Führer der Oherst-Division des Husaren - Regiments Nr. 3 als Zulage gewidmet ist. Die Betheilung- wird vom Regiments - Commando alljährlich am 30. Mai vorgenommen. Die Aufrechthaltung dieser Stiftung liegt dem k. k. Hofkriegsrathe ob. Stiftung des 1t uni et Mac - Cart hg. Mit einem aus öffentlichen und Privat-Obligationen beste henden Capitale von 17,600 fl., dessen jährliches Interesse für zwei Witwen der verdienstvollsten Officiere des k. k. Linien­infanterie - Regiments Nr. 8 gewidmet ist. Die Verwaltung dieser Stiftung liegt dem k. k. Hofkriegsrathe ob, das Recht aber, die Stiftungsgenüsse zu verleihen , ist dem jeweiligen Regiments - Commandanten des erwähnten Infanterie - Regiments über­lassen. Stiftung des Verfertigers chirurgischer Instrumente f Johann Malliard. Sie besteht in 300 fl. einer 4 percentigen Staats - Obli­gation, wovon die Interessen mit jährlichen 12 fl. zur Prägung einer silbernen Preis - Medaille bestimmt sind, welche an einen Schüler des niederen akademischen Lehr-Courses jährlich zu ertheilen ist, der sich in den Studien dieses Courses vorzüglich ausgezeichnet hat. Stiftung des Fähnrichs Johann Nepomuk Marsoivski Edlen v. Marsoiva. Die Aeltern dieses Fähnrichs , der E.vpedits-Director der k. ungarischen Hofkanzlei, Joseph Marsowski Edl. v. Marsowa und Antonia, geborne v. Kormányi, haben den ihnen von ge­dachtem Sohne ab intestato zugefallenen Nachlass , bestehend in einer 5 percentigen Staatsschuldverschreibung von 100 fl. und einer 2£ percentigen Wiener - Stadt - Banco - Obligation von 100 fl. unter obigem Titel zu einem Stiftungs - Capitale mit der Widmung bestimmt, dass die Interessen davon jenem zur Aus­musterung angetragenen Zöglinge des Erziehungshauses vom 9. Linien - Infanterie - Regimente, der sich durch besonderen Fleiss und tadellose Aufführung während der Dauer der Instituts-Jahre ausgezeichnet hat, alljährlich am 19. April (dem Geburtstage Sei­ner Majestät des Kaisers Ferdinand) in Gegenwart aller Zög­linge erfolgt werden sollen.

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