Militärschematismus des österreichischen Kaiserthums (Wien, 1844)
CAVALLERIE
Stiftungen. 497 Vorschlag des Regiments-Knaben-Erziehungshaus-Commandanten, von dem die Musterung abhaltenden Generale oder dessen Stellvertreter, zuerkannt, aber erst beim Austritte dieses Zöglings zur Anschaffung unumgänglicher Bedürfnisse verwendet werden sollen. Die Aufrechthaltung dieser Stiftung ist von Sr. Majestät dem Kaiser dem Hofkricgsrathe aufgetragen. Stiftung des zu Eszegg in Slavonien verstorbenen pen- sionirlen Oberstlieutenants Marzellian Gallina. Das Stiftungs-Capital besteht in der verlosten 4 percentigen Staatsschuldverschreibung Nr. 12472, ddo. 1. Februar 1840, pr. 670 fl. , deren jährlicher Ertrag für einen aus Waidhofen an der Ybbs gebürtigen, dienenden oder invaliden Soldaten gewidmet ist. Das Vorschlagsrecht zu diesem Stiftungsgenusse steht dem Magi- gistrate zu Waidhofen an der Ybbs, das Bestätigungsrecht aber dem Regimente oder Corps, in welchem der zu betheilende Soldat dient oder zuletzt gedient hat, zu. Die Aufrechthaltung dieser Stiftung ist dem k. k. Hofkriegsrathe übertragen. Stiftung des Majors Carl Kitter von Gaupp. Diese Stiftung besteht in einein Capitale von 11,000 fl., von welchem 8000 fl. in 2| percentigen Wiener Stadt - Banco - Obligationen , und 3000 fl. in Spercentigen Staatsschuldverschreibungen depositirt sind. Die Interessen des Stiftungs-Capitales sollen alljährlich zur Unterstützung fleissiger und ordentlicher Hausväter der gesammten k. k. Militär - Gränze, welche die Erde mit Fleiss und Ordnungsliebe bebauen, in ihrer Landwirthscliaft und Agricultur aber ohne eigenes Verschulden durch böse Menschen , oder störend und nachtheilig einwirkende Naturereignisse Schaden erlitten haben, verwendet werden. Das Recht dieser Verwendung über die von den Gränz - General- Commandcn zu erstattenden Vorschläge , und die Aufrechthaltung dieser Stiftung steht dem k. k. Hofkriegsrathe zu. Stiftung des Pfarrers Thomas Gergurevich. Die Zinsen von dem Stiftungs - Capitale pr. 2770 fl. haben eine dreifache Bestimmung, und zwar: zur Unterstützung für einen dem geistlichen Stande sich widmenden Jüngling aus der Verwandtschaft des Stifters, für arme Witwen und Waisen, und endlich für mittellose Kranke in dem Neu - Kapellanen Pfarr- bezirke mit Arzeneien. Die Vertheilung geschieht von dem jeweiligen Pfarrer zu Ncu- Kapella in Slavonien. 32