Militärschematismus des österreichischen Kaiserthums (Wien, 1840)
CAVALLERIE
484 Stiftungen. Stiftung des fylajors Carl Ritter von Gaupp. Diese Stiftung besteht in einem Capitale von 11,000 fl., von welchem 8000 11. in 2\ p. rcenligen Wienor-Stadt-Banco-Obligationen , und 3ooo fl. in 5 percentigen Staatsschuldverschreibungcn dcpositirt sind. Die Interessen des Stiftungs-Capitales sollen alljährlich zur Unterstützung fleilsiger und ordentlicher Hausväter der gcsammtcn k. k. Militär-Gränze , weiche die Erde mit Fleifs und Ordnungsliebe bebauen, in ihrer Landwirthschaft und Agricullur aber ohne eigenes Verschulden durch böse Menschen, oder störend und nachtheilig einwirkende Naturereignisse Schaden erlitten haben, verwendet werden. Das Recht dieser Verwendung über die von den Gränz-General- Commanden zu erstattenden Vorschläge, und die Aufrechthaltung dieser Stiftung steht dem k. k. Hofkriegsrathe zu. Stiftung des Pfarrers Thomas Gergurevich. Die Vertheilung geschieht von dem jeweiligen Pfarrer zu Neu- Kapella in Slavonien. Die Zinsen von dem Stiftungs-Capitale pr. 2770 fl. haben eine dreyfache Bestimmung, und zwar: zur Unterstützung für einen dem geistlichen Stande sich widmenden Jüngling aus der Verwandtschaft des Stifter.1;, für arme Witwen und Waisen , und endlich für mittellose Kranke in dem Nen-Kapellaner Pfarrbezirke mit Arzeneyen. Stiftung des Oberamtes Gosling (wie Seite Sot.J Stiftung der Grcißnn Isabella Golz. Das Vorschlagsrecht besitzt das General-Commando in Böhmen. Die Widmung der Zinsen von dem Sliftungs-Capilale pr. 2.1^.000 fl. ist für vier arrae pensionsunfähige Militär-Officiers-Witwen. Stiftung des Wiener Grofshandlungs - Gremiums vom Jahre 1813 «und 1814 zur Belohnung und Unterstützung verdienter hilfsbedürftiger hrieger der h. h. Armee. S e. Majestät der Kaiser und König haben das Benennungsrecht zu dieser Stiftung. Sie wird vom k. k. Hofkriegsrathe verwaltet. Sie ist für solche k. k. Offiriere vom Hauptmann abwärts gewidmet, welche in einem der Feldzüge der Jahre i8i3 undi8i4 oderi8i5 invalid geworden und verheirathet sind. Es erhalten daraus 5 solche Officiere jährlich 3oo fl. io — — — 200 — i5 — — — loo — und nach ihrem Tode treten ihre Witwen in denselben Genufs.