Militärschematismus des österreichischen Kaiserthums (Wien, 1827)
CAVALLERIE
453 Stiftungen. Von den übrig bleibenden Interessen erhält alle vier Jahre ein im Regiment vom Unterofficier oder Cadeten zum Obcrofficier befördertes verdienstliches Individuum nach der Wahl des jeweiligen Regi- ments-Comraandanten einen Equipirungs-Beytrag. Die Verwaltung dieser Stiftung ist dem Hofkriegsrathe übertragen. Stiftung des F. IM. L. Baron Levenehr. Das Benennungsrecht besitzt das k. k. General - Commando in B oilmen. Die Widmung ist für einen Invaliden des k. k. Dragoner-Regiments Nr. 4 mit jährlichen 6o fl. nebst Natural-Dcputaten auf dem Gute Hollo- waus in Böhmen. Stiftung des Anton Isidor Fürsten zu Lohhowitz. Die Verleihung geschieht durch den jeweiligen commandirenden General in Böhmen. D ic Widmung ist, von den Zinsen pr. jährlicher 12O fl. zwey, höchstens drey solche Soldaten vom Unterofficier abwärts za bethei- len, welche in der Schlacht von Leipzig i8i3 sich ausgezeichnet , und hierauf invalid geworden sind, und wenn einst keine Invaliden dieser Classe vorhanden seyn werden, für Kinder solcher Invaliden , die sich im Dienste ausgezeichnet haben, alsBcytrag zur Erziehung. Die Geeigneten können öfter belhcilet werden. Stiftung des heym i. Feld-Artillerie-Regimente verstorbenen Oberstlieutenants Linxweiler. Diese Stiftung besteht in einem Capitale von i3,2”8 fl. in verschiedenen Obligationen, wird vom 1. Artillerie-Regimente verwaltet, und die laufenden Interessen werden jährlich nach der Anordnung des Stifters in gleichen Beträgen unter die yater- und mutterlosen Kinder von der Artillerie-Branche vertheilet. Stiftung des Daniel JMac-Carthy (*). mit einem Capital von 17,600 fl., dessen jährliches Interesse für zwey Witwen des Linien-Infanterie-Regiments Nr. C gewidmet sind. Die Verwaltung dieser Stiftung liegt dem Hofkricgsrathc ob. Stiftung des Baron JMihos. Patron dieser Stiftung ist der Niederöst. Landes-Unter-Marschall» Carl Leopold Freyh. v. Moser. Die Widmung ist für arme Oflicicrs-Wii wen katholischer Religion, in so fern sie nicht schon in einem Genüsse von was immer für Art stehen.