Militär-Almanach 24. (Wien, 1814)

Anhang

Prospectus eines interessant militärischen "Werkes. Die Ereignisse des verflossenen und gegenwär­tigen Jahres gehören unbedingtzu denen Perioden de* Weltgeschichte, welche fortdauernd auch bey der spätesten Nachwelt Verwunderung erregen wer­den. Mit vollem Rechte kann man behaupten, dass sie einzig in ihrer Art dastehen. Was sind gegen sie die Epochen der älteren Geschichte, die uns- Homer so lieblich als gross besingt ?’ Was sind dagegen die Römischen Kriege ? was die Einfälle barbarischer Völker in die Abend­lande? Gehören sie nicht einzelnen Nationen an? Sind sie nicht Ereignisse, bey denen viele Völker als miissige Zuschauer dastehen? Greift die Perion de, welche wir durchlebt haben, nicht mit voller Macht in die Verhältnisse aller Staaten und in die der ganzen WVlt ein ? Wo h>t die Geschichte ein Beyspiel , dass ein ganzer Weltlheil in Gäbrung steht, nicht um zu zerstören oder mit Rauh gier de Eroberungen zu machen, sondern um mit verein­ter Kraft, jeder Einzelne seine Selbstständigkeit »nd Freyheit zu erkämpfen ! Nicht Heere waren es die da stritten, ganze Nationen standen in Massen zum Kampfe auf; doch in gesetzmässiger Form von ihren rechtmässigen Fürsten aufgefordert, sich an sie wie liebende Kinder anschliessend kämpfte ganz Europa einen heiligen Kampf, mit Gott, für Fürst und Vaterland. Solche Periode verdient nun wohl auf alle nur mögliche Art der Nachwelt, dem Ge- nstande würdig, aufbewahrt zu werden; und es ässt sich mit einiger Zuversicht erwarten, dass Je­der mit Vergnügen zu einem solchen schönen Zwe-r cke behülflich seyn wird. *>. im ......... ■um...... ii ii i

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