Militär-Almanach 9. (Wien, 1798)

X. Französischer Krieg

2QQ ■BOWUH gen hierauf die Winterquartiere. Die fran- jzößfchen Truppen tbaten ein Gleiches; die­jenigen welche vorn Hundsrück kamen, und! den Rhein hinabgingen, nahmen ihre Win-j terquartiere ungeachtet der Demarcationsli-' nie, *) bis ins Preuffifche Gebieth, wo fiel in der Folge, von Cleve, Meura, Xanten und Rheinberg, eine ßarke Lieferung inf /Früchten begehrten, die nach Geldern ab- geliefert werden mufste. Da der Feldmarfchall Clerfayt feiner zer­rütteten Gefundheit wegen , den Kriegs-j ifchauplatz zu verlaßen, gebethen hatte *) Der Urfprung des Ausdruckes: Demarcations- 1 i n i e ,- ift in folgender Gefchichte enthalten: Als*, zwilchen dem fpanifcben Könige Ferdinandusl Catholicus, und dem portugiefifchcn Könige,. Johann II, Irrungen wegen den Gränzen ihrer' Eroberungen in Indien entbanden waren, eri'uch- ten beyde Tfeeile den Pabft Alexander VI, den Streit zu feit lichte n. Diefer zog eine Linie von einem Pole znm andern , vermöge welcher den Portttgisfen Oft- Indien, und den Spa­niern Weft- Indien zu Theil wurde, Diefe Li­nie nannte man Ligne de marcalion. Da aber diefer vom Prüfte gezogene Meridian beyden Thei-' len nicht anftand, lo fetzten fie einen andern Me­ridian feil, welcher Ligne de demarcation genannt wurde , weil er von der Mittagslinie A- lexanders VI. abwich, (S. Dictionnaire fran> gois - allemand par Schwan, T, II. p. 76.)

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