Militär-Almanach 7. (Wien, 1796)
X. Franzosen-Krieg
271 der Feind feine eroberungsfüchtigen Ablich-! ten vollenden wollte. ; Am 6ten September gingen 20000 Fran-j zofen bey Eichelkamp (welches inner der Demarcationslinia lag , und von keinen k. k. Truppen befetzt war) über den Ehein. Gleich darauf ergab heh die pfälzifche Stadt Düfseldorf, und in kurzer Zeit wuchs die Macht des Feindes am rechten Rheinufer bis auf 70000 Mann an. Der Feldmarfchall Graf Clerfayt zog hierauf die an der Sieg gelagerten Truppen in der Mitte des Mo-I naths hinter die Lahn , und als er die ganz unerwartete Nachricht erhielt, dafs der pfäl- zifche Minifier Graf Oberndorf und der Gou-! verneur von Mannheim Baron Belderbujch diefe wichtige Fettung dem Feind überge! ben , und demfelben dadurch den Übergang über den Rhein an einer Stelle geöffnet ha-! be, von wo aus er die vereinigten Arméen hätte trennen, und namenlofes Elend über TJeutfchland verbreiten können, fo befchlofs Feldmarfchall Clerfayt űch hinter den Mayn in die engfte Concentrirung zu fiellen, um den von zwey Seiten drohenden Gefahren1 mit voller Kraft zu begegnen. ! Gleich nach der Übergabe von Mannheim fchickte der franzöfifche General Pichegru jviele Truppen auf das rechte Rheinufer, drückte die k. k. Pofién durch feine Über-: macht zurück* und bemächtigte fich der Bergfirafse. Hier that ihm das kleine Corps