Militär-Almanach 7. (Wien, 1796)
X. Franzosen-Krieg
Unterdeffen zogen die Feinde ihre ganze; Macht in diefer Gegend zu Tarn men, und bo-j then alles auf, um die Fefiung Ltuidrccy zu| ,enlfetzen. Daher griffen fie den-z6ten mit! inehr als iocooo Mann in 4 Colonnen an.S Die Schlacht dauerte von vier Uhr Frühe bis in die fpäte Nacht, und Se. Majeftät waren beftändig gegenwärtig, und feuerten die ta- pfern Streiter an. Der Feind führte feinen An-1 griff mit rafender Wuth , und fchien alles I aufopfern zu wollen , um feine Abfioht durch- j ‘zufetzen , allein die kalte Entfchloflenheit der combinirten Truppen , ihr unerfchütterli-j eher Muth , und die vortrefflichen Vorkeh-! rungen ihrer Anführer, fiegten endlich allent-j halben. Die franzöfifche Armee wurde über-! all zum Weichen gebracht, und bis nachj I Cambray verfolgt. Ihr Verlnft war ungemein' grofs , indem durch die Cavallerie allein ei-: nige taufend Mann niedergefabelt wurden Außerdem wurden J500 Mann gefangen und 50 Kanonen erobert. Von Seiten der- Sieger blieben 196 Mann , verwundet wurden Jt(>3, vermifst 91 Mann. Während diefer herrliche Sieg bey Catil- \lon erfochten wurde , machte die Befatzung von Landrecy einen Ausfall, welcher glücklich zurückgefchlagen wurde, und um 12 Uhr fingen die Batterien der erften Parallele an,: die Fefiung fo heftig zu befchiefsen , dafs ein guter Theil der Stadt in Brand gerietli. Am cyten wurde die Fefiung aufgefodert, ertheil-