Marisia - Maros Megyei Múzeum Évkönyve 31/1. (2011)
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100 T. Mörtz Abb. 3. Tassen mit Sterndekor aus Schlesien und den Westkarpaten. A. Grab 215 von Kietrz, Polen; B. Grab 47 von Zlaté Moravce-Knazice, Slowakei (nach Gedl 2000; Kujovsky 1994). Abb. 4. Tassen mit Sterndekor der Igrita-Gruppe im Bereich des Bihor-Gebirges, Rumänien (nach Chidiosan-Emödi 1982). Die von Pankau vorgelegte Liste der Fundorte sternverzierter Keramik ist sicherlich zu erweitern. An dieser Stelle soll lediglich auf die Entdeckungen von Alba Iulia-Monolit, judet Alba, Rumänien (Ciugudean 2009, 69-70 mit 84, Taf. IX/5), aufmerksam gemacht werden, da dieserart entlang des Mures die Funde von Susani mit den umfangreichen Bruchhorten Siebenbürgens, darunter vor allem Gusterita II, judet Sibiu, sowie $pälnaca II und Uioara de Sus, beide judet Alba, verbunden werden können. Aus diesen kennt man Randfragmente metallener Kappenhelme (Mörtz 2011), wenngleich aufgrund des zerstückelten Zustandes und den mangelhaften Publikationen vorerst unklar bleiben muss, ob diese ebenfalls das hier thematisierte Ornament auf ihren Kappen trugen. Es zeigt sich, dass die sternförmigen Verzierungen auf Tongefäßen zwar bislang vergleichsweise gering an Zahl, jedoch mit einer weiten Verbreitung im Bereich der Gruppen mit kannelierter Keramik inner- und außerhalb des Karpatenbeckens dokumentiert sind. Man wird dieserart verzierte Gefäße daher und ebenso aufgrund ihrer relativ aufwendigen Herstellungsweise als Teil besonderer Geschirrsätze erachten dürfen, die wohl insbesondere während kultischer Handlungen, u. a. im Zuge von Bestattungen, eingesetzt wurden. Auf einen derartigen Gebrauch deuten nicht zuletzt die Deponierungen im Hügel von Susani (Stratan-Vulpe 1977,39-46; Vulpe 1995) oder der Höhle von Igrita, judet Cluj, Rumänien (Abb. 4) (Emödi 1980; Chidiosan-Emödi 1982). A