Marisia - Maros Megyei Múzeum Évkönyve 9. (1979)
I. Arheologie
120 EUGEN STOICOVICI, MIHAI BLÄJAN verändert von Grund auf die ursprüngliche Struktur und Textur der Legierung und ergibt lamellare Strukturen und geschichtete und gefältelte Texturen. Die enge Wechselbeziehung von Zusammensetzung, Struktur und Textur bei den mittelalterlichen Münzen bestimmt demnach ihre Farbänderungen von silbrig zu kupferig. Abschließend kann man feststellen, daß die metallographische Untersuchung der römischen und mittelalterlichen Münzen gewisse nützliche Beobachtungen über die Art der verwendeten Metalle und den technologischen Stand der Münzprägung ermöglichen. Vom archäologischen Gesichtspunkt trägt unsere Studie zur Bereicherung des Fundguts römischer und mittelalterlicher Münzen aus Transsilvanien bei. ABBILDUNGEN Taf. LXVI. Karte der archäologischen Funde. Taf. LXVII. Römische Münzen: 1. Lunca Tirnavei; 2. Media?; 3—4 Micäsasa; 5. Оспа Mures; ß—7. Petre?ti; 8—9. Spälnaca; 10. Väli?oara; 11—13. Valea Mänästirii. Taf. LXVIII. 7. Lunca Tirnavei. Dupondius (Trajan). Kupfer mit Cuprit-körnchen isometrischer Dimensionen, die — gut sichtbar — unregelmäßig in der Kupfermasse verteilt, besonders gegen den Münzrand in größerer Zahl auftreten. 35x vergrößert. 2. Medias. Denar (Antoninus Pius). Die Münze hat eine (weiße) Silber-Grundmasse, in der zahlreiche Rotkupfererz-Körnchen und — plättchen (schwarz) erscheinen, deren Menge gegen den Münzrand (oben) zunimmt. 35x vergrößert. 3. Micäsasa. Denar (Elagabal). Bronze, aus den Phasen a und (a+6) (grau-weiß) gebildet, fest zusammen gebacken und mechanisch verarbeitet. Gegen den Rand bemerkt man starke Verwandlungen in Oxyde und basische Kupferkarbonate, als Folge der Verwitterung der Bronze (dunkelgrau bis schwarz). 60X vergrößert. 4. Оспа Mure?, Dupondius (Faustina). Körniges isometrisches Kupfer mit Translationszwillingen (in der Mitte) und subparalleler Textur; enthält einzelne Cuprit-Einsprengsel, die sich in der Kupfergrundmasse besser abheben. 60X vergrößert. Taf. LXIX. 1. Petresti. Denar (Vespasian). Silber (weiß), mit Kupferentmischung (schwarz), mit subparalleler Anordnung der Kupfereinschlüsse. 60X vergrößert. 2. Spälnaca. As (Hadrian). Körnig-schieferige Kupfergrundmasse mit sehr wenigen Cuprit-Einschlüssen, aber mit bedeutenden Verwitterungen längs der gegen den Rand hin auf tretenden Risse; diese sind aus Malachit, Tenorit und Cuprit, in Anhäufungen und Äderchen (schwarz und grau) gebildet. 35X vergrößert. 3. Spälnaca, Denar (Severus Alexander). Silberentmischungen in dünnen, unterbrochenen Lamellen von weißer Farbe in einer Grundmasse von Kupfer und Cuprit (grau-schwarz). 60X ver größert. 4. Valea Mänästirii-Rimet, Denar (Plautilla), Kupferentmischungen und Cuprit (grau), eingeschlossen in einer Silbermatritze (weiß). Man bemerkt starke mechanische Verformung bei den beiden Komponenten der Legierung Kupfer-Silber. 60X vergrößert Taf. LXX. 1. Valea Mänästirii-Rimet. Denar (Iulia Paula). Kupferentmischung und Cuprit (schwarz-grau) in Silbermatritze (weiß). Es sei auf die schieferartige Textur der Lamellen-Komponenten der Legierung hingewiesen, eine Folge der mechanischen Anforderungen während der Prägung. 60 X vergrößert. 2. Valea Mänästirii-Rimet. Sesterz (Philippus). Die Bronzemünze enthält zwei gesonderte Phasen: a und (a+6), wobei die Textur der beiden Bestandteile geschiefert ist. 35X vergrößert. 3. Afel. Groschen, 1626, (Transsilvanien, Baia Mare, G. Bethlen). Das (weiße) Aggregat erscheint in dünnen, oft unterbrochenen Schichten, wobei das Kupfer (schwarz) vorherrscht. Die Münze ist kupferfarbig. 35X vergrößert. Taf. LXXI. Münzen aus dem mittelalterlichen, in Ajel gefundenen Hort. Taf. LXXII. Afel 1. Dreipölker (l'/s Groschen), kupferfarbig (Polen, Sigismund III).