Marisia - Maros Megyei Múzeum Évkönyve 2. (1967)
Istorie
9 DATE PRIVIND ANSAMBLUL CETÄTH DIN TlRGU MU RE'S 87 NEUE DATEN ZUM GESAMTBILD DER BURG VON TlRGU MURE$ (Zusammenfassung) Die Restaurierung des Gesamtbildes der Burg von Tirgu Mure? hat, seit 1963, archäologische Forschungen veranlasst, welche in einer ersten Etappe den südwestlichen Teil des Burgplateaus betreffen. Die Gesamtanlage der Burg von Tirgu-Mure? besteht aus einer Reihe von Bauten die in der Feudalzeit errichtet worden sind: 1. Die Burg aus dem XV. Jahrhundert, 2. Die reformierte Kirche, die in der ersten Hälfte des XV. Jahrhunderts erbaut worden ist, 3. Das Gebäude des ehemaligen Franziskanerklosters, das im Jahre 1557 zur ersten Laienschule der Stadt (Schola particula) wurde, 4. Die Burg des XVII. Jahrhunderts, die ein unregelmässiges Vieleck darstellt und 6 Basteien sowie einen älteren Turm, der in das Burginnere des XVII. Jahrhunderts einbezogen worden ist, besitzt, 5. Mehrere Gebäude die während der österreichischen Herrschaft für die Burgbesatzung erbaut worden sind. Die systematische archäologische Forschungen haben ein Fortbestehen der materiellen Kultur von der Neusteinzeit ausgehend, festgestellt. Die Aufeinanderfolge der Besiedlungen im untersuchten Teile des Burgplateaus (südwestliche Zone) ist, im Grossen, Folgende: 1. Eine Siedlungsschicht der Cri?-Kultur, in welcher eine rechteckige Hütte mit einem kleinen Backofen (3,40 m tief) entdeckt wurde. Die Cri?Keramik ist mit einigen Linear-Keramik-Stücken vermischt. 2. Eine Besiedlung aus der Bronzezeit, die in ihrer Schicht einige Wietenbergkeramik-Stücke und einige atypische Scherben aufweist. 3. Eine Hallstättersiedlung mit zwei Besiedlungsschichten. 4. Römische Keramik des II.—III. Jahrhunderts u. Z. 5. Keramikbruchstücke vom Typ Sintana de Mure? (IV. Jahrhundert u. Z.). 6. Eine Anzahl frühfeudaler Keramikscherben (X.—XII. Jahrh.). 7. Zahlreiche Gegenstände aus der Feudalepoche, die mit den erwähnten Bauten der Jahrhunderte XIV.—XVIII. Zusammenhängen. 8. Ausser dem oben Erwähnten bestand auf dem Plateau, rings um die Kirche, ein Friedhof der in den Jahrhunderten XIV.—XVII. benützt worden war.