Marisia - Maros Megyei Múzeum Évkönyve 2. (1967)

Istorie

MATERIALE IN LEGATURA CU CULTUL LUI MITRA 71 MITHRASKULTGEGENSTÄNDE IM BESITZE DES MUSEUMS VON TlRGU MURE$ (Zusammenfassung) In seiner Mitteilung beschreibt der Verfasser eine Mithras=Votivtafel aus der Gemeinde Ozd (Kreis Mure?) und stellt fest, dass diese von einem eingeborenen Meister des römisch beherrschten Dazien angefertigt wor­den ist. Dieses Stück fügt sich in die von E. WILL für die Mithrasbilder aufgestellte Typengruppierung, für die „Donaugruppe" nicht ein; es fehlen ihm die beiden Register: das obere und das untere. Auch das Höhlen­medium ist nicht wiedergegeben und auch Cautes und Cautopates ver­tauschen ihren Standort untereinander. Das Stück wird auf Grund der Skulpturalmerkmale in die zweite Hälfte des II. Jahrhunderts u. Z. datiert. Im zweiten Teil der Arbeit beschreibt der Verfasser Kultgefässe mit Schlangenverzierungen, die aus der gewesenen römischen Siedlung von Criste?ti (Kreis Mure?) stammen. Auf den Sinn der Schlange auf diesen Gefässen eingehend stellt er fest, dass die Schlange die von der unbe­siegten Sonne (Sol Invictus) befruchtete Erde darstellt, andererseits aber auch den das heilige Getränk bewachenden Genius versinnbildlicht. Diese Meinung scheint ihre Bekräftigung auch darin zu finden, dass eines der geschilderten Bruchstücke eine Schlange aufweist die sich als Vipera berus L. identifizieren lässt, einer Schlangenart die nicht zufällig hier nach­gebildet worden war. Der Verfasser setzt fest dass die beschriebenen Stücke aus den Töp­fereien der gewesenen römischen Siedlung von Criste?ti stammen und im II.—III. Jahrhundert u. Z. hergestellt worden sind. In Anbetracht der Tat­sache dass die Töpfereien von Criste?ti auch in IV. Jahrhundert u. Z. fort­bestanden haben, ist er der Meinung dass das von E. BENINGER, von Lechinfa de Mure? beschriebene Gefäss nicht durch Plünderung eines Heiligtums in gotischen Besitz geraten ist, sondern, vielleicht aus dem Wa­renlager der Töpfer von Criste?ti stammt, die in IV. Jahrhundert u. Z. da­ran interessiert waren diese Art Gefässe für den Gebrauch der boden­ständigen romanisierten Bevölkerung herzustellen. In diesem Falle wäre das von E. BENINGER beschriebene Stück in die „zweite Blütezeit der Stempeldruckkeramik“ (terra sigillata), also um das Jahr 350 u. Z. zu datieren.

Next

/
Oldalképek
Tartalom