Zs. Kakuk , I. Baski (Hrsg.): Kasantatarische Volksmärchen: Auf Grund der Sammlung von Ignác Kúnos.

Texte

85 Zal. [94] Sie marschierten und marschierten und kamen an den Waldrand. Als sie am Waldrand ankamen, liess er seine Soldaten rasten. Da war es schon nicht mehr weit bis zum Schlachtfeld. Man hörte ihr Geschrei. Die Soldaten legten sich zur Rast nieder. Der Padischah rief zwei Aufklärer zu sich: "Von hier ohne mich geht ihr nirgends hin", befahl er ihnen und verschwand vor ihren Augen. Nachdem er eine Weile gegangen war, erreichte er das Schlacht­feld und sah, dass die Soldaten des Padischahs Zal sehr stark sind. Sein Heer war nicht imstande, sie zu besiegen. Nachdem er sie in Augenschein genom­men hatte, kehrte er zu seinem Heer zurück und sagte ihnen deutlich, wie der Kampf ist und setzte sich an ihrer Spitze in Bewegung. Als sie zum Schlacht­feld kamen, sagte er zu den Soldaten: "Ohne mich begebt euch nicht in den Kampf, ich gehe voraus, sobald ich hingehe, bleibt nicht zurück." Er steckte die Hand in die Tasche und sagte, "ich will mein Tuch und meine Pfeife her­ausnehmen", doch weder das Tuch noch die Pfeife war da. Er zog die leere Hand aus der Tasche und sagte bekümmert zu den Soldaten: "Na, die Sache ist nicht so, wie wir gesagt haben, ich habe Sorgen, ich muss nach Hause gehen, doch ihr stellt euch in den Kampf 1, und er übergab alles dem Ober­wesir und selbst ging er nach Hause. Er verlor nicht viel Zeit unterwegs una kam ordentlich zu Hause an. [95] Als er nach Hause kam, sahen die Frauen und Mädchen sein blasses Gesicht und wussten nicht, was sie ihm sagen sollen. In dieser Stunde kam zu ihm eine Nachricht vom Oberwesir: Die Lage des Heeres ist schlecht, wir erleiden eine Niederlage. Der Padischah kam nicht einmal dazu, zu sagen, warum er nach Hause gekommen ist. Sobald er diese Nachricht vernommen, schaute er sich nicht um, sondern schickte augenblick­lich die restlichen Soldaten in den Kampf, er selber ging ins Haus und sagte zu seiner Frau: "Ich weiss selbst nicht wieso, in der Tasche hatte ich ein Tuch und eine Pfeife, jetzt sind sie nicht mehr da weisst ihr nicht, wo sie sind?" Alle, die im Hause waren, hörten diese Worte, das Herz zog sich ihnen zusammen, die Gesichter wurden düster, sie wussten nicht, was sie sagen sollten. Es war nichts zu machen, er wusste auch nicht, wo er suchen sollte. Verzweifelt bestieg er sein Pferd und eilte hinter seinen Soldaten in den Kampf. Zu jener Zeit dauerte der Kampf sohon viele Monate. Die Solda­ten des Feindes begannen schon zu ermüden. Als er sich auf den Weg machte, befahl den Wesiren, die deheim geblieben sind, sie sollen die verbliebenen Soldaten zusammenrufen und in die Schlacht schicken. [96] Diese Soldaten wa­ren bereist versammelt und es war schon so weit, dass sie gehen werden. Da kam vom Padischah die Botschaft, dass sie sehr schnell kommen sollen. Sobald sie die Botschaft des Padischahs gelesen haben, machten sie sich eiligst sog­leich auf den Weg. Doch er konnte nicht mehr abwarten, dass sie ihn einholen und ritt in die Schlacht. Als er bereits einige Tage gekämpft, viele Leute ge­tötet und die Soldaten des Padischahs Zal geschwächt hat, wurde er an der linken Schulter verletzt. Als man ihm die Wunde verband, sind auch die Solda­ten der Reserve angekommen und begaben sich geradewegs in den Kampf. Da die Wunde des Padischahs tief und gefährlich war, kehrte er nach Hause zu­rück.

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