May István: Die Briefe von Antal Reguly an A. A. Kunik, 1845–1855 (A MTAK közleményei 25. Budapest, 1990)
Die Briefe Regulys an C.M. Frahn
60 DIE BRIEFE REGULYS AN C. M. FRÄHN 33. Euer Excellence! Das paket mit den Druckschriften, die sie die Güte haben Unserer Academie zu geben, habe ich empfangen und sage meinen grössten Dank dafür; ich freue mich mit so schätzbaren Arbeiten meine Sendungen an Unsere Academie zu (!) beginnen zu können. Mit grösster Hochachtung bleibe ich Euer Excellence ergebenster Diener A. Reguly (Ohne Datum) Auf der Umschlagseite: A Son Excellence Monsieur C. M. Frähn etc. (?) (mit einer anderen Schrift, d. 19. Jan. 46.) 34. Euer Excellenz! Indem ich nach einem so langen stillschweigen, mich Euer Excellenz nähere, kann ich dies nicht ohne einer ergebenster (!) bitte thun, um dass sie gnädigst entschuldigen mögen, was nicht aus nachlässigkeit, sondern bloss aus zu feueriger hingebung für meine vorliegenden zwecke geschah. Aus Nishni kam ich, nach einem kurzen auf enthalte unter den Tschuwasschen, gegen den 20 Novemb. in Kasan an, wo ich seitdem mit meinem tschuwassischen Studium beschäftigt bin, und welches sich nun ihrem ende zu hinneigt. Gestern wurde ich mit dem haupttheile meiner arbeit, dem dem skiziren (!) der spräche nach allen ihren einzelnen theilen fertig, und es bleibt nun nur ihre Zusammenstellung und abfassung zu einem ganzen, nebst einem kritischen durchgehen dieses (!) ganzen hinsieht der rechtschreibung übrig. - Mit der beendigung dieser arbeiten gegen ende dieses Monaths, gedenke ich eine kleine fahrt zu den Tschuwasschen noch zu unternehmen, um theils meine arbeiten unter dem Volke zu prüfen, theils mich über den dialekt der Anatri Tschuwasschen zu orientiren (!), und theils auch um einige Sammlungen anzustellen. - zurückgekehrt von da, werde ich sodann mit dem tatarischen beginnen, dem ich mit grosser Spannung entgegen sehe, und das mir auch im besonderen auf die tschuwasische spräche viel licht ausbreiten wird