May István: Die Briefe von Antal Reguly an A. A. Kunik, 1845–1855 (A MTAK közleményei 25. Budapest, 1990)
Die Briefe Regulys an A. A. Kunik
43 16 Kreuzer um keinen brief verlangt werden sondern nur 12 oder 18 od. 24 - vier Kreuzer hat er also offenbar eingesteckt, und als er mir dies geleugnet hat, so forderte ich ihn auf, er möge diese vier Kreuzer vom Postmeister zurückfordern, das hat er aber nicht gethan - also den betrug eingestanden. Sollte das der Fall sein, dass er den brief gar nicht abgegeben hat, so lasse ich ihn von der Polizei züchtigen. An Bahr (!) in Berlin (seines dringenden schreiben an Dich erinnere ich mich leider erst nun) wie auch an den andern haupt Creditor dachte ich wohl etliche mahl zu schreiben, aber Du musst den kranken entschuldigen der nur selten in eine disposition kam wo er des schreibens fähig war. - dass ich Dich bei allen auf das vollkommenste entschuldigen werde, das kannst Du versichert sein. Mit Deinem Brief habe ich auch ein Schreiben von meinem Vater so eben erhalten. Er sagt, hinsieht meiner anstellung hat man drei pläne oder, als Custor oder, als Professor an die Stelle Horvath Istvdn, oder bei der Gesandtschaft. - Der Abbas Cisterciensium soll sich sehr oft nach meiner erkundigen, vielleicht wird er mich also auch so weit unterstützen dass ich diesen Sommer noch an Halpert meine Schuld bezahlen kann. So gestalten sich denn liebster Freund meine Verhältnisse allmählich besser. Schicke mir die verlangte ethnographische Karte von Koppen je eher - sei so gut. Was Du an porto bezahlen wirst nehme ich auf mich. Wer bezahle denn das porto für die her- und hin [zurück] Sendung der Notizen? wenn nicht die Geographische Gesellschaft rechne es mir an. Dein Reguly Dass Du mir nicht verrathest, dass der Brief aus Freiwaldau von mir ist. denn gemässigter und nobler hatte müssen eine Begegnung (an Krusenstern) sein - da [mich Krusenstern] er mich so ausserordentlich gastfreundschaftlich aufgenommen hat. auch habe ich zum unglück seine brochure bei ihm gelobt, da sie in mehrerer hinsieht einer sehr guten eindruck auf mich gemacht hat. 23. Freiwaldau d. 9 Mai 1847 Mein verehrtester liebster Freund! Die Schulden sind bezahlt. Den 4 Mai schickte ich nach Leipzig an Voss 25 Th. nach Berlin an Dr. B. Behr (!) 54 Th. an Schröder 10 Th. an Petri 4 Th. 93 Thaler alles in preussischem gelde welches ich hier eingewechselt habe. In den briefen an jedem erklärte ich diese Schulden bereits Ende des vorigen jahres übernommen habe, dass mich aber diese und diese Ursachen gehindert haben bis jezt, den eingegangenen Verpflichtungen zu genügen; wesswegen (!) ich sie um entschuldigung bitte. Ich erwarte nun nur