Staud Géza: A magyarországi jezsuita iskolai színjátékok forrásai, I.

Németnyelvű összefoglalás

63 Die spezielle Lage des ungarischen Schultheaters kann auf historische Begebenheiten zurückgeführt werden. Zwei Drit­tel des Landes sind bis Ende des 17. Jahrunderst unter Türken­herrschaft gestanden; aber selbst auf die freien Landstriche wagten sich weder deutsche noch italienische Wandertruppen wegen der ständigen Kriegsbereitschaft. So konnte das Schaus­piel einzig in den, selbst in den Gefahrenzonen tätigen kirch­lichen Schulen eine Heimstätte finden. Obwohl im Laufe der letzten hundert Jahre schon einige Versuche zur wissenschaftlichen Bearbeitung des Schultheaters - vor allem auf dem Gebiet der Datensammlung und der Text­ausgaben - sowie Analysen von einigen ungarischen Schuldramen unternommen worden sind, wissen wir doch über das Theaterwe­sen in den Schulen recht wenig. Dass es sich jadoch um ein wesentliches literarisches, kultur- und theatergeschichtliches Phänomen handelt, erhellt allein schon aus den Ergebnissen der vorausgehenden Erhebungen, wonach wir die Zahl der, in den Schulen der ungarischen katholischen Unterrichtsorden und der protestantischen Konfessionen abgehaltenen Theatervorstellun­gen auf etwa 15 000 schätzen können. Der vorliegende Band eröffnet die, auf mehrere Bände geplante Reihe der Quellenaus­gabe "Die Quellen des ungarischen Schultheaters". Will man bei der Untersuchung methodisch verfahren, so müssen vor allem die Quellen, die Texte der Históriáé Domus /Häuschroniken/ sowie der Litterae Annuae /zusammenfassende Jahresberichte/ erschlossen werden, die aus erster Hand über

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