Miklós Kásler - Zoltán Szentirmay (szerk): Identifizierung der Skelette von Angehörigen des Arpadenhauses in der Matthiaskirche. Unter Verwendung von historischen, archäologischen, anthropologischen, radiologischen, morphologischen, Radiokarbondatierungs- und genetischen Daten (Budapest, 2021)
3. KAPITEL – Archäologische, anthropologische und radiologische Daten
Anna von Antiochia und die 5. Untersuchung der Skelette erfolgten am 17. März 2014. Das Protokoll, das bei der Schließung in den Glaszylinder zu den anderen Dokumenten gelegt wurde, beschreibt den Zweck der Untersuchung wie folgt: „Seit der zwischen November 1984 und April 1986 durchgeführten eingehenden anthropologischen Untersuchung der sterblichen Überreste des Königspaares macht die Entwicklung der genetischen und anderer naturwissenschaftlichen Forschung eine weitere Erforschung der einzigen unberührt erhalten gebliebenen königlichen Bestattung des Arpadenhauses und mit der genetischen Untersuchung der Knochenreste eine individuelle Identifizierung der Angehörigen der Königsfamilie des Arpadenhauses und der noch auffindbaren anthropologischen Überreste der einst in der Königsbasilika von Székesfehérvár bestatteten und in den Stürmen der Geschichte vernichteten Königsgräber sowie die Erschließung ihrer genealogischen Beziehungen möglich. Aufgrund all dessen kann eine würdige und pietätvolle Beisetzung der Knochenreste und die Ausgestaltung einer nationalen Weihestätte erfolgen” (siehe auch Bild 3). Das Projekt wurde von Prof. Dr. Miklós Kásler, dem damaligen Direktor des Landesinstituts für Onkologie, angeregt, organisiert und geleitet. Bei der Öffnung des Sarkophags und der Probenahme waren anwesend und leisteten Hilfe: Dr. Zoltán Szentirmay (Landesinstitut für Onkologie), Dr. Béla Melegh (Universität Pécs, Institut für Medizinische Genetik), Dr. Elek Benko und Dr. Balázs Gusztáv Mende (Ungarische Akademie der Wissenschaften, Forschungszentrum für Geisteswissenschaften, Institut für Geschichtswissenschaft), Dr. Piros ka Biczó (Ungarisches Nationalmuseum), Piroska Rácz (Museum des Königs Heiliger Stephan, Székesfehérvár) und Dr. Éva Zoltán-Csor- 97