Miklós Kásler - Zoltán Szentirmay (szerk): Identifizierung der Skelette von Angehörigen des Arpadenhauses in der Matthiaskirche. Unter Verwendung von historischen, archäologischen, anthropologischen, radiologischen, morphologischen, Radiokarbondatierungs- und genetischen Daten (Budapest, 2021)
3. KAPITEL – Archäologische, anthropologische und radiologische Daten
legten und im Becken des weiblichen Skeletts gefundenen Knochen des Fötus lagen. Diese beiden Skelette bekamen bei den Untersuchungen die Nummern 3 und 4. In der zweiten Kupferkiste befand sich das ganze Skelett (Nr. 5) mit dem Kennzeichen G aus dem nördlichen Seitenschiff bzw. in der dritten Kupferkiste das neben dem Grab G liegende ganze Skelett (Nr. 6) mit dem Kennzeichen H, während in der vierten Kupferkiste eine große Anzahl an Überresten von Schädelknochen und die nach der individuellen Trennung abgesonderten 14 einzelnen Skelette zu finden waren. Diese wurden in den aktuellen Untersuchungen mit den Nummern II/53_7, II/109_8, II/54_9, II/55_10 und II/56_11 bzw. die bruchstückhaften Schädelknochen mit den Nummern VI/1_13, VI/2_15 und VI/3_17 versehen. Von der Öffnung der Kisten und den unterschiedlichen Untersuchungen wurden eine schriftliche sowie eine Foto- und Filmdokumentation angefertigt, die im Ungarischen Nationalmuseum aufbewahrt werden. Dieses Mal wurden die anthropologischen Untersuchungen von János Nemeskéri, Antonia Marcsik, Ferenc Szalai und Kinga Éry bzw. die zahnärztlichen Untersuchungen vom Stomatologen Gábor Kocsis vorgenommen. Die röntgendiagnostischen Untersuchungen führte der Radiologe György Luzsa durch, die Physiker József Bacsó und Imre Uzonyi untersuchten die Spurenelemente, die Serologin Zsófia Santora prüfte die RH Antigene, die Gerichtsmediziner Árpád Szabó und Zsuzsanna Váczy bestimmten die Blutgruppen bzw. der Geologe József Konda und die Chemieingenieurin Éva Orcsik erforschten die Körperabdrücke auf der Marmorgrundplatte des Grabes von Béla III. und Anna von Antiochia. Mitglied der Kommission war auch der Biophysiker Arzt Dr. József Tigyi. Aufgrund all dessen wurde von der Untersuchung in 84