Miklós Kásler - Zoltán Szentirmay (szerk): Identifizierung der Skelette von Angehörigen des Arpadenhauses in der Matthiaskirche. Unter Verwendung von historischen, archäologischen, anthropologischen, radiologischen, morphologischen, Radiokarbondatierungs- und genetischen Daten (Budapest, 2021)

1. KAPITEL– Öffnen und Verschluss der Sarkophage in der Matthiaskirche

ZUSAMMENFASSUNG: Bei der Öffnung der Sarkophage und der Entnahme der Skelette haben wir besonders auf zwei Dinge geachtet: (1) im besonderen Maße achteten wir auf die Einhal­tung der Pietätsaspekte; (2) um eine Verunreinigung (Kontami­nierung) mit unserer eigenen DNA zu vermeiden, führten wir die Entnahme der Skelette in OP-Kleidung mit bedecktem Kopf, Gesichtsmaske und Gummihandschuh aus. Die Kontaminie­rung ist eine reale Gefahr, da neue, aus Epithelzellen gewonnene DANN-Fasern viel besser erhalten sind, als die brüchige DNA der Knochen. Deshalb wird die später mit der Polymerase-Kettenre­aktion (PCR) durchgeführte DNA-Amplifikation die kontami­nierende DNA viel leichter vervielfältigen als die zu untersuchen beabsichtigten alten Matrizen der DNA-Stränge, was zu einem falschen Ergebnis führt. Im Weiteren bestimmte Judit Olasz zur Kontrolle die Y-STR und A-STR-Marker von Miklós Käsler und Zoltán Szentirmay und verglich sie mit denselben Markerdaten der untersuchten Knochenmuster. Es gab keine Übereinstim­mung. Es war also keine DNA-Verunreinigung erfolgt. (Siehe auch noch das 7. Kapitel.) 38

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