Miklós Kásler - Zoltán Szentirmay (szerk): Identifizierung der Skelette von Angehörigen des Arpadenhauses in der Matthiaskirche. Unter Verwendung von historischen, archäologischen, anthropologischen, radiologischen, morphologischen, Radiokarbondatierungs- und genetischen Daten (Budapest, 2021)

7. KAPITEL – Genetische Untersuchungen

kommt. Verglichen mit den Anlagerungsorten der Primer treten diese innerhalb der wiederkehrenden Sequenzen, im Umfeld des 5’-OH-Endes oder des 3’-OH-Endes oder entsprechend des Anla­gerungsortes des Primers auf. Wenn der Wechsel des Basenpaars auf der DNA-Matrize am Anlagerungsort des Primers auftritt, kommt die Primerhybridisierung nicht zustande und somit lässt sich der Marker auf der Matrize nicht nachweisen. Dieses Phänomen wird Null-Allel genannt. Beim routinemäßigen Vaterschaftstest tritt es zum Glück nur sehr selten auf, da die STR-Umgebung stabil ist und sich nicht verändert. Die Gefahr des in einem Labor auftretenden Null-Allels ist kein Problem, sofern derselbe Primer verwendet wird. Die Untersuchung derselben Probe mit anderen Primern oder der Abgleich der Proben mit in Genotyp-Datenbanken gespeicherten Proben führt zu einem falschen negativen Resultat oder zu einer feh­lerhaften Nicht-Übereinstimmung von zwei verglichenen Proben. Bei degradierten DNA-Proben muss jedoch stets mit „Null-Allelen” gerechnet werden. 139

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