Miklós Kásler - Zoltán Szentirmay (szerk): Identifizierung der Skelette von Angehörigen des Arpadenhauses in der Matthiaskirche. Unter Verwendung von historischen, archäologischen, anthropologischen, radiologischen, morphologischen, Radiokarbondatierungs- und genetischen Daten (Budapest, 2021)

7. KAPITEL – Genetische Untersuchungen

Y-chromosomale STR-Marker (Y-STR-Marker). Nur das ein­zige vom Vater stammende Allel (Anzahl der aus 4 Basen bestehen­den Wiederholungen) gelangt in den Nachkommen, weshalb wir von väterlicher Vererbung sprechen. Diese STR-Marker befinden sich nur in einem bestimmten, nicht codierenden Abschnitt des Y-Chromosoms (es kommt somit zu keiner DNA-Fehlerbehebung), weshalb sie sich jahrhundertelang praktisch unverändert erhalten. Somit werden lediglich die väterlichen Y-STR-Marker vererbt, wo­durch sie sich für rückwirkende Abstammungstests (Haplogruppe) eignen (Bild 29). Y-STR nur in männlichen Nachkommen vererblich Bild 29. Es gibt einen DNA-Abschnitt, der sich bei der Meiose nicht rekombiniert und daher von Generation zu Generation weiterver­erbt wird. Hier kommt es nur durch die sich mit der Zeit häufenden Mutationen zu Veränderungen, weshalb die genetische Historie dieser Region leichter bestimmbar ist. 131

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