Zalai Múzeum 10. 50 éves a Zalaegerszegi Göcseji Múzeum (Zalaegerszeg, 2001)
Horváth, László András: Neue Angaben zum Übergang von der Kupfer- bis Frühbronzezeit in Südwestungarn
54 Horváth, László András Machtsymbole gespielt haben. Daran lassen die Grabfunde von Mala Gruda 3 und Mokrin 4 denken. Fundlage Die obenerwàhnten Àxte wurden im allgemeinen als Einzelfunde (Majs, 5 Óbuda, Érd, 6 Szíhalom, 7 Ernőd, 8 Nagyvejke, 9 Schrick, 10 Umgebung von Poprád, 11 Ozdany 12 usw.) oder in Depots (Dunakömlőd, 13 Grica, 14 Kozarac, 15 Tápé, 16 Rybohovka, Kostromskaja 17 usw.) gefunden, wodurch sowohl ihre Deutung als auch ihre kulturelle Anordnung erschwert wird. Hergestellt wurden sie wahrscheinlich auf dem ganzen Verbreitungsgebiet, obwohl nicht in jeder Siedlung. Die GuBformenfunde, metallurgischen Werkzeuge und Funde von Kupferrohstoffen zeugen von Werkstattzentren, die ihre Umgebung mit Metallerzeugnissen versahen (ZERAVICA 1993, 28 ff; ECSEDY 1983, 72-85; ECSEDY 1995b, 33-37; COVIC, 1976, 114; PITTIONI 1954, 353, Abb. 251; HUNDT 1982, Abb. 1, 9-10; KALICZ 1984, 97; DIMITRIJEVIC 1977-78, 69; GEORGIEV et al. 1979, 542, 174, obr. 108 b, obr. 109 l,m,n; MACHNIK 1974, Taf. IV. 42, Taf. IX. 6). Verbreitung Der Verbreitungsschwerpunkt der Áxte des durch eine ziemlich hohe Zahl von Funden (36 Stück) und Fundorten (13) vertretenen Typs Kozarac liegt in Bosnien, doch ist dieser Тур auch in Dalmatien, im nördlichen Kroatien und in Slawonien zu finden (COVIC 1976, 112-114; ZERAVICA 1993, 30, 128; KUN A 1981, 36; MACHNIK 1974, Taf. IV. 42, Taf. IX. 6.). Die Variante Stublo ist auf die westliche Ukraine begrenzt (VULPE 1970, 4; MAYER 1977, 23). Die Àxte vom Тур Kömlőd wurden in Ungarn gefunden (ROSKA 1957; MOZSOLICS 1967, 15-17). Wie darauf schon früher hingewiesen wurde (KALICZ 1968, 46), kommen die Exemplare dieses Gegenstandstypes westlich des Karpatenbeckens schon ziemlich selten vor. Die GuBform eines, unserem Stück sehr ahnlichen Exemplares, die von R. Pittioni als südosteuropaischer Import interprátiert wurde, kam in Salzburg-Rainberg vor (PITTIONI 1954, Abb. 353). Auch chronologisch ist die Axt von Mokrin von Bedeutung, die im Grab 208 der Maros-(Szőreg-Perjámos)-Kultur zum Vorschein kam (GIRIC 1971, Taf. LVI, 2, Taf. ILI; GIRIC 1984, Taf. XI, 10). Es sind GuBformen bzw. -fragmente, der dem Kömlőd-Typ ahnlichen Àxte auch in Thrakien, in der Schicht Bj des Tells Ezero (GEORGIEV et al. 1979, 539) und nördlich bzw. westlich des Schwarzen Meeres, d. h. im Cirkumpontischen Metallurgischen Bereich bekannt (CERNYCH 1978, Abb. 5; CERNYCH 1991, fig. 16, PANAJOTOV 1978, fig. 3, 7). Herkunft Die einschneidigen Àxte vertreten einen geláufigen, in vielen Gegenden der Altén Welt gebrauchlichen Тур der Kupfer- und Bronzewaffen. Sie sind in den Kulturen des Nahen Ostens, Anatoliens, der Àgais, Italiens, des Kaukasus, sowie in Ost- und Südosteuropa bekannt (ROSKA 1957, 7-8, 10; HUNDT 1982, Abb. 1; Abb. 2; MACHNIK 1992, Abb. 5; CERNYCH 1978, Abb. 5; CERNYCH 1991; fig. 16; PANAJOTOV 1978, Fig. 3. 7). Die Diskussion über ihre Herkunft dauert seit langem und es brachte verschiedene, nicht einmal entgegengesetzte Meinungen. Am Ende der 50er Jahre betonte die damalige Forschung die vorderasiatische Herkunft dieser Àxte. Fr. Kőszegi war der Meinung, daB die frühesten Parallelen der ersten Schaftröhrernáxte in Ungarn vom Mesopotamien stammten. Sie konnten auf einem langen Weg durch den Kaukasus und die Steppe in Siebenbürgen und in das Innere des Karpatenbeckens mit der Expansion von östlichen Hirtenvölkern gelangen (KŐSZEGI 1957, 50-51). N. Kalicz áuBerte eine ahnliche Meinung, als er die Frage der frühbronzezeitlichen Streitaxte behandelte (KALICZ 1968, 46). Dieselbe Ansicht vertrat noch Anfang der 80er Jahre auch M. Kuna (KUNA 1981, 38). Den Ursprung der Kömlőd-Kozarac-Áxte suchte I. Ecsedy nordöstlich des Karpatenbeckens und er knüpfte ihr Aufkommen an eine südöstlich-nordwestliche kulturellen Diffusion, wahrend er ihre örtliche Entfaltung bzw. die Rolle der Kurgan-Kulturen oder einer Steppeninfiltration in diesem Prozess kategorisch verneinte (ECSEDY 1983, 85). Mit der Herkunft der Kozarac-Àxte auf dem nordwestlichen Balkan bescháftigte sich auch Z. Zeravica, wahrend der verfasser auf die örtliche Beziehungen dieser Gegenstánde hinwies (ZERAVICA 1993, 32). Zeitstellung Der Umstand, daB die Àxte dieses Types in den meisten Fallen als Einzel- oder Streufunde zum Vorschein kommen, erschwert ihre Datierung. A. Mozsolics ordnete sie dem Тур В der Schaftlochaxte zu. Unter diesen ahnelt unser Exemplar dem Untertyp В a (MOZSOLICS 1967, Abb. 1). Über diesen Axttyp stellte von A. Mozsolics fest, daB er zwischen das Depot von Bányabükk und das von Hajdúsámson zu datieren sei. 18 Auch sie war das, die auf die chronologischen und typologischen Verbindungen dieser Àxte zur álterbronzezeitlichen Nitra-Gruppe der Slowakei hinwies (MOZSOLICS 1967, 16-17). H. Miiller-Karpe hielt die obenerwáhnte GuBform von Salzburg ftir den Beweis der allgemeinen Gleichzeitigkeit der Mondsee- und