Zalai Múzeum 8. (Zalaegerszeg, 1997)

Metzner-Nebelsick, Carola: Hallstattzeitliche Zentren in Südostpannonien

Hallstattzeitliche Zentren in Südostpannonien 23 anfall in der jüngeren und spáten Hallstattzeit der Hori­zonté IV und V als Résultat eines Nachlassens der Be­stattungstatigkeit bzw. als Zeichen einer schwiridenden Besiedlungsdichte zu deuten. In jedem Fall konnen wir jedoch ab der jüngeren und vor allem in der spâten Hall­stattzeit fur Südostpannonien eine sich wandelnde kul­turelle Ausrichtung beobachten. Augenfalliges Beispiel sind die silbernen balkanischen Prunkfibeln mit vier­eckiger FuBplatte vom Тур Novi Pazar/Atenica aus Grab 2 von Beremend oder das kontextlose Stuck aus Sotin. 70 Sie besitzen Entsprechungen in balkanischen Für die Möglichkeit, das hier abgebildete Fundmaterial im Original studieren und zeichnen zu diirfen, bin ich Hofrat Dr. W. Angeli (Wien), D. Balen-Letunic (Zag­reb); Dr. F. E. Barth (Wien), Dr. A. Hansel und Prof. Dr. W. Menghin (Berlin), C. Trajkovic + (Sombor) so­wie vor allem Dr. Borbála Maráz (Pécs) sehr zu Dank verpflichtet. Für das Korrekturlesen des Manuskriptes danke ich meinem Mann Dr. Louis D. Nebelsick. 1 Die Arbeiten über die Urnenfelderzeif in Südostpanno­nien von K. Vinski-Gasparini (Kultúra polja sa zarama u sjevernoj Hrvatskoj [Zadar 1973]) und E. Patek (Die Ur­nenfelderkultur in Transdanubien [Budapest 1968]) stel­len nur wenige hallstattzeitliche Fundkomplexe vor. Die Drucklegung meiner Dissertation zu diesem Thema be­findet sich in Vorbereitung: С Metzner-Nebelsick, Die Urnenfelder- und Hallstattzeit in Südostpannonien unter besonderer Berucksichtigung des „thrako-kimmerischen' Formenkreises (ungedr. Diss. Berlin 1993). Für die Becchreibung der hier veröffentlichten Funde aus Ba­tina, Dalj und Pécs-Jakabhegy in Form eines Kataloges ist auf diese Arbeit zu verweisen. 2 Gy. Török, Pécs-Jakabyhegyi földvár és tumulusok. Arch. Ért. 77, 1950, 4 ff. - В. Maráz, Zur Frühhallstatt­zeit in Süd-Pannonien. Janus Pannonius Múz. Évk. 23, 1978, 145 ff. -Dies., Pécs-Jakabhegy. Előzetes jelentés az 1976-77, évi ásatásokról. Arch. Ért. 106, 1979, 78 ff. - Dies., Korai vaskor (ie. VED­VII. század). In: G. Bandi (Hrsg.), Baranya megye története az őskortól a honfogla­lásig (Pécs 1979) 133 ff. (= Maráz 1979b). 3 Zu den sogenannten „big-men-systems": M. A. van Ba­kel/et al. (Hrsg.), Private Politics: A MultiDiscilinary Approach to ,3ig-Man" Systems (Leiden 1986). - St. Breuer, Der archaische Staat (Berlin 1990) bes. 45 ff. ­С M. Antonaccio, Contesting the Past: Hero Cult, Tomb Cult, and Epic in Early Greece. Am. Journal. Arch. 98, 1994,409. 4 Török (Anm. 2) Taf. 3-4; Maráz 1978 (Anm. 2) 164 Pnuikbestattungen wie Atenica, Novi Pazar oder Pecka banja, um nur einige zu nennen. 71 Nicht nur der Werkstoff Silber, der vermutlich aus den Lagerstatten im Zentralbalkan gewonnen wurde, sondern auch die Typenauswahl der Grabmnde verrat nun eine starkere Bindung Südostpannoniens an den zentralbalkanischen Raum. Dahinter mogen sich neue Machtkonstellationen verbergen, die am Vorabend der Latènezeit die Voraussetzungen fur die weitere kulturelle Entwicklung bestimmen. Taf. 8,1-8.9-10. - Zum Pferdezaumzeug pontisch-kau­kasischer Prágung: С Metzner-Nebelsick, Die frühei­senzeitliche Trensenentwicklung zwischen Kaukasus und Mitteleuropa. In: P. Schauer (Hrsg.), Regensburger Beitr. zur Prahist. Arch. 1. Archàologische Untersuchun­gen zum Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit zwi­schen Nordsee und Kaukasus. Kolloquium Regensburg 1992 (Regensburg 1994) 383 ff. 5 V. Vejvoda/I. Mirnik, Istrazivanja prethistorijskih tumu­la u Kaptolu kraj Slavonske Pozege. Vjesnik Arh. Muz. Zagreb 3/5, 1971, bes. Taf 5,1-2; 7; dies. Halstatski knezevski grobovi iz Kaptola kod Slavonske Pozege, Arh. Vestnik 24, 1973, Taf. 7,5. 6 H. Pflug, Illyrische Helme. In: Antiké Helme. Sammlung Lipperheide und andere Bestânde des Antiken Museums Berlin. Monogr. des Römisch-Germanischen Zen­tralmuseums Mainz 14 (Mainz 1988) 50 Abb. 9. - Don­ja Dolina: С. Truhelka, Der vorgeschichtliche Pfahlbau im Savebett bei Donja Dolina (Bezirk Bosnisch­Gradiska). Bericht über die Ausgrabungen bis 1904. Wiss. Mitt. Bosn: Herzegowin. Landesmus. 9, 1904, 95 Abb. 69. - Auch die auBerhalb Griechenlands, Italiens und des südlichen Balkans sehr seltenen korinthischen Helme sind mit einem Exemplar in Kaptol vertreten (Pflug, Korinthische Helme. In: a.a.O. 101 Abb. 48. ­Vejvoda/Miraik 1973 [Anm. Sj Taf. 7,5). 7 P. Reinecke, Die Originalaltertümer im Röm.-Germ. Zentralmuseum. Mainzer Zeitschr. 2,1907, 40 ff. - M. Hoemes, Práhistorische Miszellen. Eine höchst seltene Form von Bronzebeilen. Wiener Práhist. Zeitschr. 4, 1917, bes. 40 Abb. 8; 41 Abb. 9. - S. Gallus/T. Horváth, Un peuple cavalier préscythiques en Hongrie. Diss. Pan­nonicae JJ,9 (Budapest 1939). 8 Viele Kleinfunde gelangten damais nicht zur Abbildung und verfalschten den Gesamteindruck der ehemaligen Grabinventare, dazu Metzner-Nebelsick (Anm. 1 ). 9 F. Holste, Zur Bedeutung und Zeitstellung der soge­Anmerkungen:

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