Kovács Zsuzsa: Göcsejer Dorfmuseum. Austellungsleiter (Zalaegerszeg, 2008)
„Járóka" Gehwerk für Kinder Im Zimmer stehende Gehwerk mit zwei Rädern hat sein ehemaliger Besitzer für sein Gehen lernendes Kind 1932 angefertigt. Mit der Radkonstruktion hat sich das noch schwankende Kind sicherer bewegt und mit der Hilfe des Rahmens konnte es auch aufstehen, wenn es hingefallen ist. Die wachsenden Kinder wurden immer selbständiger und von dem Moment an, als sie richtig gehen konnten, waren sie schon hinter ihren Eltern her und haben sich im Haushalt nützlich gemacht. Die kleinsten haben auf die Gänse aufgepaßt, dann haben sie immer verantwortungsvollere, selbständige Aufgaben bekommen. Neben dem Zimmer steht die sog. Rauchküche ohne Schornstein, wo nach der Einheizung aus dem Ofen noch lange Zeit Rauch kam. Die Tür der Küche besteht aus zwei, getrennt zu öffnenden Teilen, damit der hochgehende Rauch am obersten, geöffneten Teil der Tür wegziehen kann. Nachdem der Rauch hochziehen ist, konnte man darunter mit krummen Rücken gehen. Die Hauptbeschäftigung in der Küche war das Kochen und Backen, das Essen der Bauern bestand ja aus zwei warmen Mahlzeiten. Sie haben einmal zu Mittag, einmal zu Abend gegessen. Es war ein Eintopf, eine dicke Suppe oder Nudeln mit oder ohne Fleisch. Zur Zeit der Ernten und schwerer körperlichen Arbeiten war es ein Eintopf mit großem Ernährungswert. Eine der mühsamsten Arbeiten der Zubereitung des Essens war das Brotbacken alle zwei Wochen. Der Aussage der Ausstellung nach beginnt die Hausfrau genau mit dieser Arbeit. Zum Kneten des Brotes hat sie den Trog und Holz für den Sauerteig, der auf die Metze gelegt wird, in dem das Brot aufgeht, vorbereitet. So wird die Tischdecke, mit der der Teig betieckt wurde, den Teig nicht berühren. Trog zum Kneten Zur Zubereitung des Brotteiges brauchte man in einer Großfamilie mehrere Kilo Mehl, dessen Kneten und Bearbeiten für die Frauen eine harte Arbeit bedeutet hat. Nachdem der Teig geknetet worden und aufgegangen war, hat die Hausfrau davon kleine Brote geformt, die im Ofen gebacken wurden. Die Trogen können wie die meisten Arbeitsgeräte der Bauernhaushalte nicht nur für einen Zweck verwendet werden. Wenn es nötig war, wurden in den Kammern darin Feldfrüchte und Körnerfrüchte aufbewahrt oder statt in die Wiege wurde das Kleinkind in den Trog gelegt, es konnte ja in dem gewölbten Trog geschaukelt werden.