Ljudje ob Muri. Népek a Mura Mentén 2. kötet (Zalaegerszeg, 1998)

Vándor László (Zalaegerszeg): A bajcsai vár feltárásáról (1995–1996. évi eredmények)

A bajcsai vár feltárásáról Es wurde festgestellt, daß die Konturen der Festung mit Eckbasteien altitalienischen Typs praktisch aus dem Sandhügel ausgehauen, und die Festungs- und Basteimauern wie Unterstützungsmauern aufgebaut wurden. Die Ziegel waren von sehr schlechter Qualität, und die Grundmauern wurden oft nicht in Mörtel, sondern in Lehm gelegt. Die Stelle des Tores fanden wir auf der nördlichen Seite neben der nordöstlichen Bastei. Innerhalb der Festung blieben die Spuren der Gebäude nicht erhalten, weil man dieses Gelände - als es zum Gut der Familie Batthyány gehörte - als Weinberg bestellte, und der obere Teil dieses Geländes 1916 mit Feldarbeiten zerstört wurde. Nach einer zeitgenössischen Beschreibung war das ganze Gelände durch Ziegelbruchstücke bedeckt. Im Laufe der Ausgrabung wurden in erster Linie Gruben gefunden. Das in diesen Objekten vorgekommene Fundmaterial ist archäologisch besonders wichtig, weil es sehr genau datierbar ist. Dieses Material kann mit den Angaben der im Grazer Landesarchiv aufbewahrten Transportlisten verglichen werden, die die Rüstung und Lebensweise der da stationierenden Soldaten dokumentieren. Über das Fundmaterial kann ich wegen der zur Verfugung stehenden kurzen Zeit und der noch im Gang befindlichen Freilegungsarbeiten nur einen Vorbericht geben. Die Bearbeitung des Fundmaterials wurde eben nur begonnen, so viel ist aber sicher, daß der bedeutende Teil des vorgekommenen Materials aus den hierher gelieferten steirischen Waren besteht. Außerdem gibt es noch Importwaren, die anderswoher stammen, und auch örtliche Produkte. Den überwiegenden Teil des Fundmaterials beträgt die Keramik (ca. 40%). Die Mehrheit besteht aus unglasierten Töpfen, es gibt wenige verzierte Gefaßbruchstücke, und die italienischen Majoliken gelten als Unika. Die Metallfunde sind sehr abwechslungsreich. Es ist interessant, daß die ungarischen Gepräge den Großteil der Münzen vertreten. Unter den Eisenfunden findet man Messer, Geräte, Hufeisen, Waffen und Waffenbruchstücke, Kugeln, Eisenbeschläge, Kerzenleuchter usw. Von den Bronzegegenständen sind Zierden, Schreibfedern, Stecknadeln in großer Menge, ferner Fingerhut, Ziernadel und Bronzeplatten verschiedener Funktion zu erwähnen. Von den Knochengegenständen müssen eine Gürtelsteife, die Knochenzierde eines Gewehrkolbens hervorgehoben werden, aber es gibt auch zur Verarbeitung vorbereiteten Rohstoff. Unter den Glasfunden sind verhältnismäßig viele untersetzte Becher zu finden, aber auch Fußbecher und Flaschen kamen vor. Eine riesengroße Menge von Tierknochen kam zum Vorschein. Sie wurden noch nicht bestimmt, aber es scheint, daß das Rind und das Schwein den größten Teil des Knochenmate­rials ausmacht. Man fand auch Fischbeine, und in überraschend großer Zahl Austerschalen. Zur vollkommenen Freilegung der Festung brauchen wir voraussichtlich noch zwei oder drei Jahre. Nach der Bearbeitung des hiesigen Fundmaterials wird ein komplettes, gut bewertbares Material aus den letzten zwei Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts zur Verfügung der Forscher stehen. Übersetzt von Katalin H. Simon 107

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