Gorka Lívia (Keszthely, 1965)

Die ausgestellte Gegenstände bieten ein Bild von den letzten zwei Jahren der Kunst Livia Gorkas, von kleineren Wohnungdekorationsstücken bis zur sich in die Architektur einfügenden Keramik. In ihrer Technik ist dieses Bild einheitlich. Die Kera­mikerin gestaltet seine Naturformen zitierende Schöpfun­gen mit Chamotte vermengten bei hoher Temperatur ge­brannten Ton aus. In ihren Versuchen mit der Kombination von Keramie und Metall (Eisen, Kupfer) erreichte sie so­wohl technische, als auch künstlerische Vereinigung dieser ganz verschiedenen Materien. Vielleicht gerade die freiere Komposition ermöglichende, aber gleichzeitig sorgfältigere .Konstruktion erfordernde Eigenheit der Metall-Materien weiht Livia Gorka aus Keramiker beinahe schon zum Sculpteur. Die massiv gestalteten, duivh dem Einklang von Ton und Metall Dinamik erreichenden mannigfaltigen Vögel­(Sumpfvögel, Pingviné, Hühner) und Fischfiguren sind nicht zur Zufälligkeit ihres natürlichen Vorkommens ge­bunden; sie nehmen — möge es sonderbar klingen — immer eine gewisse menschliche Haltung, „Habit" an sich. Dieses ,,Habit" verleiht ihnen nicht nur ihre Dinamik, sondern auch ihre Farbenwelt, besonders das Schwarz und Weiss, dazwischen mit grauen Variationen. Bei Livia Gorka mel­det sich die Bereicherung der Farbenwelt an den Ober­flächen der traditionellen Keramikformen: an den Vasen und Teller. Die Vasen, Leuchter, Schüssel , Aschenbecher entstehen aus der Einheit der reinen Form und der Glasur. An den Wandkeramien löst die Keramikerin innerhalb der Grenzen der Stofflichkeit, figürliche Darstellungen auch.

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