A Veszprém Megyei Múzeumok Közleményei 23. (Veszprém, 2004)

Faru Dr. Sylvia Palágyi CSc zum 60ten Geburtstag

seits aufmerksam zu machen: Organisationstalent und Durchstehvermögen. Als wir 1985 mit der Freiburger Studentengrappe in Veszprém anreisten, waren wir die ersten aus Westdeutschland, die zu diesem Zweck nicht nur Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis der Behörden benötigten, sondern die auch so viel verdienen sollten, dass die Aufenthaltskosten gedeckt waren. Da hierfür bei den zuständigen Behörden weder die passenden Formulare vorlagen, noch auf Präzedenzfälle zurück­gegriffen werden konnte - vergleichbare mit Bürgern der damaligen DDR schieden ja schon aus politischen Gründen aus - waren fast unüberwindliche und jeden­falls in vielen Anläufen zu bewältigende Hindernisse zu überwinden. Wir haben Ihre Bemühungen damals nur am Rande mitbekommen, wenn Sie wieder von einem dieser Behördengänge zurückkehrten, aber am Ende war Alles zu aller Zufriedenheit geregelt. Und wenn wir schon in dieser Zeit verweilen, so müssen wir auf Ihre immer währende Freundlichkeit und beeindruckende Gastlichkeit zu sprechen kom­men, die wir mit dem ersten wie bei allen folgenden Besuchen erfahren durften. Die aber auch in gleicher Weise die Organisation und Leitung Ihrer Fachtagun­gen auszeichnete, die allen Teilnehmern zum ange­nehmen Erlebnis geraten ließ. Ich kann hier nicht alle Gelegenheiten aufführen, bei denen ich diese Eigen­schaften an Ihnen bewunderte. Während unserer Aufenthalte mit den Studenten haben sie nach getaner Arbeit immer für ein Zerstreuungs- und Bildungsprog­ramm gesorgt. Ob zum Baden im Balaton, Exkursio­nen in die Umgebung des Bakony-Gebirges oder das Arrangement von Proben in den Weinkellern von Nemesvámos, die mir aus mehreren Gründen, ins­besondere natürlich der Weinqualität, unvergessen Abb.l. In Sizilien/Palermo (2000). Links: Sylvia Palágyi, rechts Hans Ulrich Nuber (Photo: G. Seitz) sind. Ihr freundliches Entgegenkommen musste nicht selten mit viel Selbstüberwindung getragen werden. Auf den Wunsch unserer Studenten, typisch „ungarische Zigeunermusik" zu hören, brachten Sie es tatsächlich fertig, Sie die leidenschaftliche Bewun­derin klassischer Musik, der ich zusammen mit G. Kemény einen unvergessenen Abend in der Oper von Budapest verdanke, ihre Distanz zu dieser Art von Volksmusik zu überwinden und in einem Dorf der Umgebung den gewünschten „Folkloreabend" zu arrangieren. Als bescheidenen Dank für all Ihre zurückliegende Mühewaltung gelang es uns schließlich, Sie im Jahre 2000 zu unserer Sizilienex­kursion einladen zu dürfen, wo wir gemeinsam die Besichtigung der Villa Casale in Piazza Armerina erlebten. Liebe Sylvia, Sie werden es mir hoffentlich nachsehen, dass ich diese Gelegenheit Ihres runden Geburtstages genutzt habe, um mit vielen guten Gründen Ihre wissenschaftlichen Aufgabenbereiche, Leistungen und Erfolge aufzuzei­gen, dabei aber auch Ihre Persönlichkeit ein wenig ins Licht zu setzen, in der Hoffnung, dass diese nicht aufhört, in gewohnter Weise zu strahlen. Für uns wie für alle Ihre Freunde im Ausland sind Sie die erfreuliche Repräsentantin des Landes der Magyaren. Womit nicht völlig ausgeschlossen werden kann, auch jenes allseits bekannten Operettenlandes einer Piroschka, wo man gerne verweilt, gut isst und trinkt, lacht und tanzt. Für Ihre Zukunft alles Gute, Ihr Hans Ulrich Nuber Abb. 2. Sylvia Palágyi und Hans Ulrich Nuber in Baláca (2004) (Photo: G. Seitz) 24

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