A Veszprém Megyei Múzeumok Közleményei 19-20. 90 esztendős a "Veszprémvármegyei" múzeum. Jubileumi évkönyv (Veszprém, 1993-1994)

Gabler Dénes: A Balatontól északra lévő terület római kori településtörténetének néhány kérdése

mischen Zeit bekanntzumachen, chronologische Stützpunkte dafür können jedoch die Forschungen, die vor allem auf den Daten der Terrainuntersuchungen oder auf den früheren stratigraphisch kaum bewertbaren Ausgrabungen beruhen, kaum geben. Forschungen an­derer dörflichen Siedlungen in der Nähe der Villenwirtschaften, vor allem der vorrömische Siedlungen, deren Fortleben belegt wä­re, wurden nicht vollbracht und so gibt es kaum eine Möglichkeit die zwei Siedlungsformen morphologisch, funktionell miteinander zu vergleichen. Es fehlen die frühen römischen Villen, die aufgrund der zahlrei­chen Inschriften aus dem 1 Jahrhundert mit einer vermuteten Vete­randeduktion, bzw. mit italischen Einsiedlern in Zusammenhang gebracht werden könnten: von den 122 registrierten Villen und 174 sonstigen dörfliche Siedlungen können kaum zwei-drei auf das ers­te Jahrhundert datiert werden. Aufgrund früherer Forschungen wur­de - vor allem aufgrund einer besonderer Gruppe der Ortsnemen aus der römischen Zeit (-iana, -ana, ianis) - angenommen, dass es schon am Ende des 1 oder Anfang des 2 Jahrhunderts auf dem Ba­laton-Oberland Grossgrundbesitze gab. Laut neueren Beobachtun­gen beweisen jedoch diese Ortsnamen für sich allein noch nicht das frühe Zustandekommen der kaiserlichen: dieser Annahme wider­spricht übrigens auch das dichte Vorkommen der Villen. Der Verg­leich der Grandbesitzzentren aus der spätrömischen Zeit, bzw. der neugebauten Villen aus den 3-4 Jahrhunderten zeigt, dass aufgrund der chronologischen Stellung der Gebäudespuren und deren Funde keine grössere Grundbesitzkonzentration im nord-östlichen Teil des Balatons bewiesen werden kann. Es können keine grundlegen­den Veränderungen in den Bodens Verhältnissen weder aufgrund der freigelegten Bauten noch aufgrund der Spuren auf der Oberflä­che des Terrains registrierbaren Villen oder aufgrund der auf die­sem Gebiet entdeckten 79-Inschriften festgestellt werden. Der Ver­fasser nimmt die in den Villenwirtschaften gefundenen Samenkör­ner und landwirtschaftliche Eisengeräte in Betracht, die vor allem den Getreidebau zur römischen Zeit zu bestätigen scheinen. In den Villenwirtschaften wurde eine bedeutende Handwerktätigkeit aus­geübt, vorüber die freigelegten Töpfer, bzw. Ziegelbrennöfen und Werkstattgegenstände zeugen. DR. DÉNES GABLER MTA Régészeti Intézete H-1014 Budapest Úri u. 49. 155

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