A Veszprém Megyei Múzeumok Közleményei 7. (Veszprém, 1968)
Papp Jenő: A Bakony-hegység állatföldrajzi viszonyai
tiikum sein, es kann doch nachgewiesen werden, dass vorangehende Festellung auf diese Gegend ihre Gültigkeit hat. Schon bei der ersten Zusammenstellung der Farbeleimente stellt es sich heraus, dass mit der höchsten Verhältniszahl die süd- und südost-europäischen Species vertreten sind (32 Species — 43%). Mit Ausnahme des Nord-Bakony trägt der ganze Bakony den Anwesenheitsstempel der unter der Überschrift „Süd- und südost-europäische Species" eingetragenen Elemente, unter denen für mehrere Species die west-nordwestliche Grenze des Areals den Bakony überschneidet. Der Bakony, als eine niedrige Mittelgebirgsregion, begünstigt mit seinen Oberflächen-, hydrographischen und piflanzengeographisichen Beschaffenheiten in erster Reihe die starke Verbreitung von „südlichen" Elementen. Aus dieser Hinsicht ragen das (im geomoirphologischen Sinne genommene) Balaton-Hochland, das Becken von Tapolca, das südliche Viertel des Gebirges von Keszthely und der SüdBakony hervor. Es ist zwar wahr, dass durch die regions-umformende Tätigkeit des Menschen die Ansiedluog von südlichen Elementen gefördert wurde, doch dürfte dadurch die unter den ursprünglichen natürlichen Umständen entstandene Verhältniszahl nicht beträchtlich geändert worden sein. Alles in allem, der Mensch hatte und hat einen Einfluss auf die Zusammensetzung der Farbelemente. — Aus faunagenetischer Hinsicht läsist die hohe Verhältniswahl die Vermutung zu, dass in den der Eiszeit folgenden 10—12 tausend Jahren (d. h. in den letzten Jahrtausenden der Erdgeschichte) meistens die „südlichen" Elemente in die Ebenen und Mittelgebirgsgegenden des Karpaten-Beckens somit auch in den Bakony eingedrungen sind. Bei der Beschreibung der Farbelemente war es bestrebt Eigentümlichkeiten der Verbreitung und der Ökologie auszuweisen, die auf die natürliche Ansiedlung der Species hinweisen. In der Folge der Eiszeit, am Ende des Corylus-Zeitalters und im Atlantischen Zeitalter ist ein Klima-Optimum entstanden, das die verschiedenen Eichenwälder begünstigte. Da in der Begleitung der Pflanzen auch die Tiere ihren Einzug machten, dürfte die Erscheinung der „südlichen" Elemente auf dem Westflügel des Transdanubiischen Mittelgebirges, d. h. im Bakony, miit Recht auf diese Zeit gesetzt werden. Es ist höchst wahrscheinlich, dass nach der Fertigstellung der Fauna-Analyse des Bakony durch diese die gegenwärtige prozentuelle Verhältniszahl (mindestens annäherungsweise) aufrechterhalten und die aus faunagenetischer Hinsicht jüngste Vergangenheit bestätigt werden wird. Die zwei anderen bedeutenden Fauna-Elemente sind in einer Gruppe unter dem Namen „eurasische Species" und „europäische Species" vereint. Die Anzahl der Früheren ist 19 (23%), die der Letzteren 23 (30%). Hier wurden vor der einzigen wirklich eurasischen bis zu den mitteleuropäischen Species sämtliche Farbelemente eingereiht und ihr Areal ist ausserordentlich abwechslungsvoll. Mehrere unter ihnen kommen auf boreo-alpinen, montan-alpinen, oder nur auf montanen Gebieten vor. Unter den Kleingegenden des Bakony zeichnet sich der Nord-Bakony mit der hohen V e r h ä 1 1 n i s z a h 1 der G e birgselemente aus. Da die verzweigte Wechselwirkung zwischen den herrschenden UmweltFaktoren und den Tierarten des Nord-Bakony nur einigermassen bekannt ist, würde eine eingehende Untersuchung in die Gründe davon verfrüht sein. Im allgemeinen ist es bekannt, dass beinahe sämtliche klimatische Kennzeichen (Niederschlag, Evapotranspiration, Temperatur, Verteilung von einzelnen Durchschnittemperaturwerten) dem такгокПтаtischen Masse nach genau im Nord-Bakony am meisten die für die unteren Zonen der Hochgebirge charakteristischen Verhältnisse annähern. Aus geomorphologisoher .Hinsicht muss eine ähnliche Feststellung getroffen werden, da die durchschnittliche Meereshöhe, die Oberflächen- und Vegetationsverhältnisse die „imontane" Gestaltung der vorhin erwähnten klimatischen Erscheinungen in hohem Masse fördern. In erster Annäherung möge so viel in diesem Punkte genügen, was — wie es vorhin erwähnt wurde — durch die etwaige ausführliche Untersuchung dieser Umwelt-Faktoren von einer künftigen Fauna-Analyse bestätigt werden dürfte. Das Verbreitungszentrum der mitteleuropäischen Alpen-Spezies sind die Alpen, woraus die Verbreitung in die benachbarten Gebiete, z. B. Transdanubien oder die Karpaten ausstrahlt. In diese Gruppe gehören zwei sehr charakteristische Farbelemente des Bakony. Tiergeographische Einteilung des Bakony. — Der Bakony (seinem tiergeographischen Namen nach Bakonyicum) wird, als eine der tiergeographischen Fauna-Regionen des Matricum, in fünf Fauna-Kleingegenden eingeteilt (Abb. 32 ) Mit Ausnahme der Beschreibung der Fauna-Kleingegenden, werden die für sie am meisten charakteristischen Spezies nur in Klammern aufgezählt. 1. Balaton-Hochland (Enoplopus velikensis, Eucera casipica ssp. pérezi, Bombus laesus ssp. mocsáryi, Osmia andrenoides, Osmia ligurica, Pieris ergane, Balea perversa, Pomatias elegáns). 2. К e s z t h e 1 y e r - G e b 1 r g e (Orussus unicolor, Aegopis verticillus, Laciniaria cana). 3. S ü d b a к о n y (Barbitistes serricauda, Phaneroptera nana, Cicindeia silvestris, Paleochrysophanus hypothec, Bombina variegata). 4. Nord-Bakony (Oarabus variolosus ssp. nodulosus, Laena viennensis, Phyllobius arborator, Orussus abietinus, Osmia pilicornis, Euphydryas aurinia, Spudaea ruticilla, Dasumia canestrini, Goniodiscus ruderatus, Triturus alpestris, Regulus regulus). 5. О s t - В a к о n y (Harpalus zabroides, Gnorimus octopunctatus, Chelostoima foveolatus, Mœeioapa parva, Falco cherrug). Das Bakonyicum, die am weitesten westlich gelegene Gebirgs-Gegend des Matricuim wird also (als tiergeographische Fauna-Gegend) durch die auf Seite 301—302. aufgezählten 24 Species von den übrigen Gebirgs-Gegenden gesondert. Jenő Papp 309