A Veszprém Megyei Múzeumok Közleményei 4. (Veszprém, 1965)

Németh Péter–Torma István: A romándi későbronzkori raktárlelet

Karpe auf die Verbindungen mit den Schwertern von Lipovka-Typ und auf einzelne Elemente (wie z. B. die gekerbte Rippe, die auch am Schwertgriff von Romand vorkommt) und stellt fest, dass deren Parallelen auf den Schwertern mit schalen- und scheibenförmigen Griffknauf vorkommen. Auf Grund der Ähnlichkeiten reiht er die Schwerter vom Züricher Typ in die Gruppe der früheren An­tennenschwerter (um Mitte der Stufe На В [HaB2] ein). 12 Unter den Begleitfunden der Lipovka­Schwerter der Gräber von Kletnice und Velika Go­rica findet man die Parallelen mehrerer Gegen­stücke des Romander Depotfundes. Über diese kommen wir später noch zu sprechen. Das Brüch­stück einer Schwertklinge (III. k. 2.) is für die typo­logische Einreihung nicht geeignet. Es ist zu be­merken aber, dass die Parallele seiner Verzierung auf dem Prachtmesser von Romand zu finden ist (siehe weiter unten). Das am meisten problematische Stück des Ro­mander Depotfundes ist der bruchstückhaft erhal­ten gebliebene Griffplattendolch mit massiver Griff­platte (II. k. 3.). Nach Müller-Karpe seien die Dol­che diesen Typs bezeichnend für die Stufe Baier­dorf (B D). 13 Eine dem Romander Bruchstück ähnliche Parallele, ein Dolch mit zwei Nieten, ist aus dem zu den Depotfunden vom Typ Rimaszom­bat gehörenden Fund von Sajógömör, datiert auf Ha A 2, 14 bekannt. 15 Ein Stück des Fundes von Kaszapuszta mit beschädigtem Heft 16 kam in Be­gleitung von zwei Schalenknauf-Schwertern vor, die bereits zur frühesten Periode На В gehören. 17 Ähnliche Dolche fehlen übrigens in den Funden Ha B. Somit wird das Stück von Romand wie der Dolch mit Heftfortsatz von Reipersdorf (Ha Bl) ausge­wertet, der nach Müller-Karpe bei der Vergrabung „ein reichlich antiquirtes Stück" war. 18 Die Lanzenspitzen des Depotfundes von Romand lassen sich in zwei Typen einteilen: Zur ersten Gruppe gehören die langgezogenen, birnenförmi­gen Exemplare mit geschweiften Seiten (III. k. 4 — 7.). Zum zweiten Typ dagegen gehört ein Exemplar mit abgerundetem Eck des deltoidén Blattes (III. k. 5.). Die chronologische Einordnung der zahlrei­chen Lanzenspitzen der Urnenfelderzeit ist schwer. Diesbezüglich wurden mehrere Versuche gemacht. Auf Grund von Holste, 19 meint Foltiny, dass die „Lanzenspitzen mit birnenförmiger Blattform" für Ha A bezeichnend seien, 20 während die Stücke mit kurzer Tülle und „mit rechtwinkligem Absatz am unteren Blattende, " bei denen „die Einziehung des Blattes" fehlt, zur Periode На В gehören. 21 Nach Fr. Kőszegi kommen beide Typen unter den Fun­den der Periode Ha A vor: Nagydém, Kiliti. 22 Auf 82 dem letzten Fundort kamen die beiden Typen bei­sammen vor. 23 Allerdings finden wir in den Funden von Pfeffingen 24 und Kleedorf 25 (vom Anfang Ha B) ähnliche Stücke, wie Nr. 5 von Romand. Eine ähnliche, aber verzierte Lanzenspitze ist auch im Fund von Brád (datiert auf Ha B) vorhanden. 28 Die Lanzenspitzen von Romand lassen sich also zuver­lässlich nur auf Grund des Fundkomplexen datieren. Die Pfeilspitzen mit Tülle und Seitenhaken (III. k. 8.) sind unter den Funden der Urnenfelderzeit ziemlich häufig. Eine genauere Datierung für sie ist nur auf Grund der Begleitfunde möglich. Die Messer des Fundes von Romand lassen sich in drei Typen einreihen. Zum ersten Typ gehört das Messer mit kurzem Fortsatz des Heftes (VIL к. 13.). Zum zweiten Typ gehören die Messer mit sanft gebogener Klinge und mit flachgehämmertem Heftfortsatz (VII. k. 10-11.). Die dritte Gruppe bilden die Messer mit Heftfortsatz und mit stark gebogener Klinge (V. k. 9., VII. k. 12.). Hierzu sind auch zwei Bruchstücke von Klingen zuzählen (VII. k. 14 — 15.). Die Parallelen von diesen drei Typen fehlen in den Ha A-Funden Transdanubiens. Ana­logien des ersten Typus' wohl ohne Nietlöcher wur­den aus Velem veröffentlicht. 27 Dem Messer von Romand steht ein Messer aus dem Grab 170 von Maria Rast nahe, obwohl bei diesem das Loch am Heft und auch die Ausbiegung der Klingenspitze fehlen. 28 Dieses Grab wird durch Müller-Karpe'a Publikation auf den Anfang der Periode На В da­tiert. 29 Die Messer vom zweiten Typ sind nach Fol­tiny in der viel älteren Gruppe Hötting-Morzg ausserordentlich häufig. 30 Gleichzeitig finden wir aber ein auch in Hinsicht der Verzierung mit dem zweiten Typ von Romand übereinstimmendes Bruchstück im Depotfund von Pfeffingen, 31 das zweifellos vom Anfang der Periode На В stammt. Gleichfalls kam ein ganz nahe stehendes Parallel­stück im Fund Nr. II von Ság-Berg vor. 32 Es ist aber das wichtigste, dass das Bruchstück eines Messers aus dem Grab 63 von Kletnice weitgehen­de Ähnlichkeit in Form und Verzierung mit dem Stück Nr. 10 von Romand zeigt. 33 Dieser Grab­fund ist auf Grund des Schwertes vom Lipovka­Typ auf die Periode На В zu datieren. Das Weiter­leben dieses Messertyps ist also dadurch bewiesen. Die Messer mit gebogener Klinge und mit Griffdom werden von den verschiedenen Forschern für Typus На В gehalten. 3 * Nach Müller-Karpe seien sie der wichtigste Typus von На В 2. 35 Diese Messer sind oft verziert. Die Parallelen der fein gezeichneten geometrischen Verzierung der Bruchstücke von Romand sind unter den Messerfunden von Somló­Berg, 36 Wien-Leopoldsberg 37 zu finden. Das Heft

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