Veszprém és környéke a honfoglalás korában (Veszprémi Múzeumi Konferenciák 8. 1998)

Ágota S. Peremi: FUNDE IM KOMITAT VESZPRÉM AUS DER ZEIT DER LANDNAHME

bekannt. Es wurde jedoch festgestellt, daß es im Fundematerial der einzelnen grösseren Regionen keinen wesentlichen Unterschied gibt. In ungefähr gleicher Menge kamen Reitergräber und Bestattungsstätten der Allgemeinbevölkerung zum Vorschein. Als Ausnahme gilt die Zone nördlich und südlich von der Strecke Veszprém-Devecser, der heutigen Landstraße Nr. 8., wo wir bisher noch keine Funde aus der Zeit der Landnahme entdeckten. Aufgrund der freigelegten Volksbestattungs­stätten kann festgestellt werden, daß sich die landnehmenden Ungarn in Veszprém und Umgebung am Ende des 10-ten Jahrhunderts in kleineren Gruppen und voneinander relative entfernt niedergelassen hatten und erst zur Zeit der Staatsgründung in die Umgebung um die errichteten Kirchen zogen, wobei sie sog. „Szeg" (Winkel) bildeten. Ab dieser Zeit gab es keine Bestattungsstätten mehr, die nach heidnischen Ritualien errichtet wurden, sondern es kamen neue Friedhöfe in der unmittelbaren Nähe der Kirche zustande. Die Fundorte in der Umgebung von Várpalota weisen auf die Bedeutung des Handelsweges hin, der hier führte und in der römischen Zeit gebaut wurde und noch zur Zeit der Landnahme gebraucht wurde. Nach dem Fundematerial aus der Zeit der Landnahme im Komitat Veszprém kann festgestellt werden, daß die sich hier um die Jahre 900 niederlassenden Ungarn so zu sagen das ganze Territorium des heutigen Komitats in Besitz nahmen. Wahrscheinlich lebten sie mit den hier vorgefundenen Slawen, Awaren und mit dem germanischen Volkssporadum in friedlichem Verhältnis. Bei der Niederlassung beachteten sie die Gegebenheiten der einzelnen Regionen und die hier noch vorhandenen römerzeitlichen Gebäuden, Wege und Brücken. Aufgrund des bisher bekannten Materials haben sich hier vor allem Gruppen der Allgemeinbevölkerung niedergelassen, in einigen Fällen vielleicht unter Führung einer Person höheren Ranges. Es stehen uns sehr wenige Daten zur Verfügung, um festzustellen, zu welchem Stamm, d.h. zu welchen Stämmen die sich in unserem Komitat miederlassenden Ungarn gehörten. Aufgrund der nicht all zu sicheren Daten, was die Ortsnamen betrifft, kommen mehrere Stämme in Frage. Zur Entscheidung dieser Frage können vielleicht die anthropologischen Untersuchungen der letzteren Jahren beitragen. Demgemäß hatte sich im nördlichen und östlichen Teil von Transdanubien eine Gruppe niedergelassen, die zu den sich den ungarischen Stämmen angesch­lossenen Kabaren gehörte. 51

Next

/
Oldalképek
Tartalom