Veszprém és környéke a honfoglalás korában (Veszprémi Múzeumi Konferenciák 8. 1998)
Mihály Hoppál: UNGARISCHER SCHAMANISMUS UND GLAUBENSWELT DER LANDNEHMENDEN UNGARN
Mihály Hoppal UNGARISCHER SCHAMANISMUS UND GLAUBENSWELT DER LANDNEHMENDEN UNGARN Die Forscher der ungarischen Kulturgeschichte beschäftigen sich schon seit zweihundert Jahren mit der Frage, wie wohl der Glauben des Ungarntums gewesen sein konnte. Während die früheren Forschungen im Allgemeinen über eine „Urreligion" sprechen, rekonstruierte Vilmos Diószegi (1967) die „Glaubenswelt" der heidnischen Ungarn, indem er die wichtigsten Charakterzüge des ungarischen Schamanismus zu erklären versuchte. Seine Feststellungen gründen auf den Ergebnissen, die er beim Vergleich des ungarischen Volksglaubens und des Schamanismus der sibirischen Völker bekommen hat. Seiner Meinung nach dürften die Prinzipien der Weltauffassung des heidnischen Ungarntums durch das schamanistische Weltbild geprägt gewesen sein. Er betonte, daß diese Weltanschauung keineswegs homogen war, da auch das Ungarntum nicht homogen war. Er erinnert aber auch daran, daß nach der Verbreitung des Christentums die Glaubenswelt des Heidentums nur allmählich an seiner Stärke verlor, da man doch die Spuren des alten Glaubens auszulöschen versuchte. Wichtig im Lebenswerk von Diószegi ist, daß er die Glaubenstradition bezüglich der Figur des „heidnischen ungarischen Schamanen" mit den Erscheinungen des sibirischen Schamanismus vergleicht. In seinen Werken vergleicht er nicht nur die einzelnen Elemente (Bezeichnungen einzelner Krankheiten, Einweihungsrituale, u.s.w.) sondern auch die zusammenhängenden Motive (Trommel, Sieb, Kopfschmuck, Schamanenstock, u.s.w.) und schließlich auch die Ideensysteme. Er wies auf die Übereinstimmung der narrativen Motive, auf die etymologischen Entsprechungen und auf die überzeugenden Beweisstücke hin. Mihály Hoppal ergänzte diese Daten in seiner Studie mit neueren, die er im Laufe seiner Studienreise in China entdeckt hatte. In der Mandschurei fand er Beispiele für den Ursprungmythos des Schamanismus (der Adler und Schamene, als Vermittler zwischen den Menschen und den Göttern). Dieses Beispiel zeigt eine auffallende Ähnlichkeit mit den Grundmotiven des Ursprungs des Stammes der landnehmenden Árpádén (der Traum von 125