Gizella és kora (Veszprémi Múzeumi Konferenciák 4. 1993)
András Uzsoki: Das Passauer Gizella-grab im Spiegel der neuen Forschungen
2. Die archäologische Authentizität das Passauer Grabs und Ergebnisse der Freilegung Dr. Schmid begann am 30-sten Juli 1908 - mit der Genehmigung und unter Aufsicht des Passauer Bistums - die Freilegung des Grabes in der Klosterkirche. Der um die Jahre 1420 über das Grab errichtete gotische Bau, das Kenotafium mit der gleichaltrigen Deckplatte wurde entfernt und so konnte man in vollem Ganzen die originale Grabplatte aus dem 11-ten Jahrhundert, das in situ gelassen wurde, sehen. Das Grab wurde von nördlicher Seite her in länglicher Richtung freigelegt und da fand man eine aus Stein gemauerte gewölbte Grabkammer. Es wurde eine Öffnung gemacht und so konnte man in das Innere des Grabes gelangen. Die archäologische Methode solcher Freilegung war zu seiner Zeit üblich und angenommen. Der Boden der Grabkammer war mit einer dicken Humus schichte bedeckt und darauf fand man die Reste des Skeletts samt dem Schädel. Der Boden des Grabes mit einer Grundfläche von 19 x 45 cm war mit flachen Steinen belegt. Die Steinwände waren oben mit einem primitiv ausgearbeiteten Gewölbe abgeschlossen; die ganze Kammer war ungefähr 45-51 cm hoch. Unmittelbar darüber war eine 3 cm dicke Verputzschichte und darin konnte man die Abdrücke der Grabplatte aus dem 11-ten Jahrhundert, die etwas breiter als die jetzige war, entnehmen. Nach den Beobachtungen von Schmid hat man die Grabplatte ursprünglich auf diese Verputzschichte gelegt und um die Jahre 1420, als man das schon erwähnte Kenotafium (Hochgrab) gebaut hat, etwas erhöht und dabei in den spitzbogigen Unterbau eingefasst in einer Höhe, die dem Gehniveau der Kirche entsprach. Wahrscheinlich zu dieser Zeit hat man - aus unbekanntem Grund - den rechten Rand der Grabplatte mit der Aufschrift abgemetzt. 3. Ergebnisse der anthropologischen Untersuchungen der Skelettreste Die Untersuchungen des anthropologischen Materials hat der Professor für Anthropologie der Münchener Universität Dr. Ferdinand Birkner am 26-sten Juni 1911 durchgeführt. Er stellte fest, daß das Skelett nicht vollständig ist, es fehlen nämlich einige Knochen der Wirbelsäule, der Beine und Arme, aber die freigelegten Teile gehören zueinander. Die Obersicht des mittelmäßig beschädigten Schädels zeigt einen ovalförmigen Schädel mit einem verhältnismäßig breiten Stirnbogen, die linke Seite des Schädels ist entwickelter als die rechte Seite. Von vorne gesehen, sind die Backenknochen und die Stirne verhältnismäßig breit, die Nasenhöhle aber etwas schmal, die Augenhöhlen verhältnismäßig groß und hoch. Die länglichen Knochen sind dünn und gestreckt. 74